Was für ein Glück

Dorfener Paar verliert Ring vor Trauung - Feuerwehr hat DIE Idee

Daumen hoch für den Hochzeits-Retter: Trauzeuge Mario Romer, Bräutigam Andreas Kotzmaier, Sondengeher Schorsch Pelkermüller und Braut Sandra Reindl (v. l.) freuen sich über den gefundenen Ehering.

Dorfen -  Die Hochzeit gilt als einer der schönsten Tage im Leben. Für Sandra Reindl und Andreas Kotzmaier begann ihr schönster Tag am Samstag mit einem Schock. Bis die Feuerwehr die entscheidende Idee hat.

Der Hochzeitstag sollte für Sandra Reindl und Andreas Kotzmeier (beide 27) etwas ganz besonderes werden. Und das wurde er auch – wenn auch zunächst anders, als geplant. Das aus Mühldorf stammende Paar, das seit einem Jahr in Dorfen lebt, hat sich für ihr Ja-Wort die kleine Kirche in Lindum ausgesucht. Die Hochzeitsgesellschaft hat sich dort am Samstag versammelt. Doch auf dem Weg zur Trauung passierte dem Trauzeugen Mario Romer (26) ein Missgeschick mit Folgen. Er trug die Eheringe des Paares auf einem Kissen. „Es wurde noch gescherzt, ob ich die Ringe wirklich dabei habe“, erzählt Romer. Die lagen, wie es sein soll, auf dem Kissen. Doch dann kurz vor dem Einzug in die Kirche der Schock: der Ring der Braut fehlte. Beim Gehen war der Braut-Ring vom Kissen gefallen. „Da möchtest Du Dich am liebsten in Luft auflösen“, erinnert sich der Trauzeuge.

Es folgte eine Suchaktion nach dem Ehering, an der sich alle Hochzeitsgäste beteiligten. Doch die fieberhafte Suche blieb erfolglos. Braut Sandra behielt trotzdem die Nerven. Sie verwendete kurzerhand ihren Verlobungsring für die kirchliche Zeremonie.

Hochzeitsgast bittet Feuerwehr um Hilfe

Einer der Gäste hatte zuvor bei der Feuerwehr einen Hilferuf abgesetzt. Die vermittelte den Dorfener Sondengeher Schorsch Pelkermüller. Der rückte schnurstracks an und begann mit seinem Metalldetektor nach dem Ring zu suchen. Nach etwa einer Stunde Suche schlug das Gerät an – der Ehering, der sich unter dem Gras befand, war gefunden. Als Pelkermüller den Ring ins nahe Gasthaus Stiller brachte, in der die Hochzeitsfeier stattfand, war die Freude riesig – die Hochzeit war gerettet. Für den Schorsch gab es von der Braut ein dickes Bussi.

Für den Trauzeugen wurde der weitere Tag aber außergewöhnlich. „Mich kannte jetzt im Lokal wirklich jeder. Und ich wurde bei der Feier auch oft genug erwähnt“, erzählt Romer. Er selbst ist noch nicht verheiratet. Doch wenn er einmal Hochzeit feiert, dann wird er seine Ringe besonders im Auge behalten.

Schorsch Pelkermüller hat beim Sondengehen schon viel gefunden – erst kürzlich einen keltischen Büschelquinar. Doch dieser Fund ist für den Steckerlfisch-Griller vom Volksfest etwas Besonderes: „Mi freit des narrisch!“

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