Bürgermeister und Gemeinderat machtlos

Sparkasse baut Geldautomaten ab: „Es ist einfach nur traurig“

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Die SB-Stelle der Sparkasse in Arzbach  schließt Ende 2018.

Dass die Sparkasse ihren Geldautomaten in Arzbach abbaut, sorgt für einige Kritik.

Wackersberg– „Es ist einfach nur traurig“, kommentierte Gemeinderätin Andrea Lechner die Bekanntgabe, dass mit Ablauf des Jahres 2018 die Selbstbedienungs (SB)-Stelle der Sparkasse in Arzbach geschlossen wird. Auch der Rest des Wackersberger Rats zeigte sich in der jüngsten Sitzung wenig begeistert von der Mitteilung. „Mit laufenden Kosten von 15.000 bis 20.000 Euro jährlich ist der Automaten-Betrieb dort nicht rentabel“, warf Ursula Fiechtner ein.

Wie Sparkassen-Sprecher Willi Streicher auf Nachfrage sagte, sei es nicht nur die geringe Nutzung der SB-Stelle gewesen, die zu den Schließungsplänen geführt hätte: „Zum einen hätten wir demnächst die gesamte veraltete Technik mit erheblichem finanziellen Aufwand austauschen müssen, zum anderen ist die Miete in dem Arzbacher Gebäude vergleichsweise hoch.“ Darüber hinaus hätte sich gezeigt, dass der Arzbacher Automat von vielen Tölzer und Lenggrieser Kunden, „weit mehr als von Einheimischen“ – zur Bargeld-Versorgung genutzt würde. „Wir können das nur so zur Kenntnis nehmen“, stellte Bürgermeister Alois Bauer enttäuscht fest.

Sauer stieß Andrea Lechner auch der Post-Container im Arzbacher Gewerbegebiet auf: „Der ist potthässlich. Und dann steht da auch noch ein Dixi-Klo direkt daneben.“ Auch daran könne die Gemeinde laut Rathaus-Chef nichts ändern: „Wir suchen seit Monaten händeringend einen neuen Betreiber für eine Arzbacher Poststelle“, sagte Bauer. „Aber es findet sich einfach keiner.“

esc

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