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Powerfrau aus dem Leben gerissen: Beliebte Kundenberaterin mit 47 Jahren gestorben

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Von: Volker Camehn

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Martina Haake war Kundenberaterin bei der Kreissparkasse.
Martina Haake war Kundenberaterin bei der Kreissparkasse. © privat

Viele Sparkassen-Kunden kannten Martina Haake. Als Kundenberaterin der Bank war sie in vielen Kommunen im Landkreis München tätig. Jetzt ist die zielstrebige Powerfrau im Alter von nur 47 Jahren gestorben.

Wenn Martina Haake etwas anpackte, dann richtig. „Sie war in allem, was sie tat eine Überzeugungstäterin“, sagt ihr Ehemann Stefan Haake. Sowohl im Privaten wie auch im Beruflichen überließ sie nichts dem Zufall, das gab ihr auch Sicherheit. Vorbereitung, so ihr Motto, ist eben alles: Ob das jetzt die Urlaubsvorbereitung war („Unser Sehnsuchtsort war Cuxhaven an der Nordsee ebenso wie Wien.“) oder die Karriere: Zielstrebigkeit und gute Planung ist für Martina Haake das A und O gewesen.

Erst vor sechs Jahren geheiratet

Dabei waren ihr Familie und die Kollegialität am Arbeitsplatz wichtig, auch weil sie wusste: Ohne Teamgeist geht es nicht. Beruf und Privatleben hielt sie jedoch strikt auseinander. Ihre Überlegungen und Ideen hielt sie stets in zwei Notizbüchern fest, ein schwarzes für daheim, ein rotes Büchlein für ihre Arbeit in der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg (KSK), bei der sie ihr ganzes Berufsleben verbrachte und seit 2016 als Leiterin der Online-Filiale tätig gewesen war. Vor sechs Jahren, am Weltspartag, hatte sie ihren Stefan geheiratet.

Martina Haakes beruflicher Werdegang war vor allem eines: geradeaus und unbeirrt. 1992 Ausbildung bei der KSK, ab 1998 dann Privatkundenberaterin in Ottobrunn. Es folgten weitere Stationen wie Vermögenkundenberaterin in Neubiberg, später arbeitete sie als stellvertretende Leiterin der Vermögenskundencenter der Kreissparkasse in Feldkirchen, Ismaning und Unterschleißheim.

Engagement für jüdische und kulturelle Organisationen

Die Affinität zur Finanzbranche war Martina Haakes eine Seite. Sie, die zuletzt mit ihrem Ehemann in Karlsfeld bei München wohnte, engagierte sich, in ihrer Freizeit zusammen mit ihrem Mann für gemeinnützige jüdische und kulturelle Organisationen, ohne das jemals an die große Glocke zu hängen. Zudem war sie ausgesprochen humorvoll und „extrem gebildet“, so Stefan Haake, „sie las sehr viel, Sachbücher ebenso wie fantastische Romane“. Wissensdurst und Lebenshunger sah sie als die natürlichen zwei Seiten einer Medaille. Viel zu früh wurde sie jetzt aus dem Leben gerissen und hinterlässt eine große Lücke.

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