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Herausforderungen will man zusammen begegnen

Sparkassen Freising und Moosburg stehen vor Fusion

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Symbolbild

Die Sparkasse Freising und die Stadt- und Kreissparkasse Moosburg führen Gespräche über einen Zusammenschluss. Das gaben die Verantwortlichen am Montagvormittag in einer Pressemitteilung bekannt.

Freising/Moosburg – „Wir stehen noch ganz am Anfang“ umriss gestern Johann Kirsch, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Freising, den Status Quo des Zusammenrückens: „Vergangene Woche haben die Verwaltungsräte darüber abgestimmt, erklärt er. Jetzt fehle noch das grüne Licht der verschiedenen Aufsichtsgremien – von den Kommunen bis hin zur Bundesbank. Erste Details zur Struktur des neuen Sparkassen-Kontsrukts werde es daher erst nächstes Jahr zwischen März und April geben.

Zu Veränderungen in der Personal- und Filialstruktur der beiden Fusionspartner meinte Kirsch: „Das wird ebenfalls in den nächsten Monaten festgelegt.“ Wobei der Banker betonte: „Wir bauen gemeinsam eine neue Sparkasse auf den stabilen Säulen Freising und Moosburg.“ Moosburgs Sparkassen-Chef Fritz Hecht ergänzte: „Es ist allerdings derzeit nicht gedacht, fusionsbedingt Filialen zu schließen.“

Der „Grenzverlauf der beiden Sparkassen verläuft jetzt im Norden bei Langenbach und Haag. Beide Kommunen gehören schon zur Moosburger Sparkasse, ebenso wie ein niederbayerischer Ausläufer in Bruckberg. Das komplette Ampertal hingegen ist Freisinger Domäne.

Spielen jetzt Doppelpass: Die Sparkassen-Chefs Fritz Hecht und Johann Kirsch.

Wie das neue Geldinstitut, „das wohl Sparkasse Freising-Moosburg heißen wird“, im Detail aussieht und wie die neue regionale Filialstruktur gestrickt ist? Johann Kirsch: „Das wird in den nächsten Monaten festgelegt und ist die Aufgabe des neu zu bestimmenden Vorstands. Der muss die strategische Ausrichtung festlegen.“ Man werde das im Übrigen sehr ausgewogen tun.“

Und es stünden dabei Synergie-Effekte und Effzienz klar im Vordergrund. Das fange bei der Festlegung des Hauptsitzes an: „Beide Banken werden für ihre Hauptstellen zentrale Aufgabenfelder zugeordnet bekommen.“

Das neue Institut wird eine Betriebsgröße von rund 2,2 Milliarden Euro erreichen. Dabei ist Johann Kirsch ganz wichtig: „Das wird kein anonymes Geldinstitut.“ Man liege mit dieser Bilanzsumme auf Platz 33 unter den 66 bayerischen Sparkassen: „Damit bleiben wir nach wie vor ganz nah am Kunden.“

Immer strammer werdenden Rahmenbedingungen haben den regionalen Doppelpass befördert. Fritz Hecht, Sparkassen-Vorstandsvorsitzender in Moosburg: „Aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten heraus gab es keinen Grund für einen Zusammenschluss.“ Aber beiden Sparkassen blies ein immer strengerer Wind entgegen. Da sind zunächst „die steigenden Anforderungen der Bankenaufsicht: „Die daraus resultierenden Verwaltungsaufgaben verursachen mehr Kosten und binden viel Personal. Das kann gemeinsam effektiver gestaltet werden.“

Als Zweites musste kräftig in die Digitalisierung investiert werden, weil Online-Banking und andere Plattformen das Kundengeschäft immer stärker dominieren. Parallel zu diesen Investitionen belastet die Phase niedriger Zinsen seit Jahren die Betriebsergebnisse der Banken und Sparkassen.

Zur Erinnerung: Schon in den vergangenen Jahren wurde immer wieder über einen Zusammenschluss beider Banken gemunkelt. Doch beide Institute standen gefestigt da. Auch bei einer 2016 geplanten Mega-Fusion der Sparkasse Fürstenfeldbrucks mit Dachau und Landsberg-Dießen sollte Freising mit ins Boot geholt werde. Doch Vorstand und Verwaltungsrat hatten damals nach intensiver Abwägung ,Nein’ gesagt. Bei so einem Mega-Institut bleibe die Regionalität auf der Strecke hieß es damals.

Johann Kirsch abschließend: „Beide Sparkassen agieren aus einer guten Ausgangsposition heraus. Wenn diese zwei leistungsstarken Partner ihre Kräfte und ihre Kompetenzen bündeln, entstehen Vorteile für die Region und den dauerhaften Erhalt regionaler Sparkasse.“

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