Dachau: Der Tag nach dem Inferno in Bildern und Video

Dachau - Einen Tag nach dem verheerenden Feuer in einem Dachauer Sportcenter haben Brandfahnder das weitgehend verwüstete Gebäude erstmals inspiziert. Die Ermittlungen gestalten sich wegen des immensen Schadens schwierig.

Auch einen Tag nach dem Feuer-Inferno im Dachauer Sportcenter steht Stefan Eder (32) noch unter Schock. Der Bowlingcenterbesitzer und Inhaber einer Immobilienfirma im betroffenen Gebäudekomplex steht vor dem Nichts. „Meine ganze Existenz ist auf dem Müllhaufen. Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll“, klagt der zweifache Vater den Dachauer Nachrichten.

Bilder vom Tag danach

Sportcenter in Flammen: Bilder vom Tag danach

Etwa 1,8 Millionen Euro hat er vor drei Jahren investiert. Am Dienstag ist alles verbrannt oder durch Löschwasser unbrauchbar geworden. Bis Mittwoch um 7 Uhr waren die Einsatzkräfte zur Brandwache und zu Nachlöscharbeiten vor Ort. „Wir sind aber schon ab 23 Uhr nicht mehr rein“, sagt Kreisbrandmeister Maximilian Reimoser. Stahl- und Holzkonstruktionen waren bereits durchgeglüht.

Insgesamt waren 200 Feuerwehrler im Einsatz. Glück hatten die Gäste und Mitarbeiter im hinteren Teil der Halle. „Hier befanden sich rund 30 Personen“, sagt Stephan Walottek (62), Geschäftsführer und Mitbesitzer der Squash Insel GmbH. „Es ging alles rasend schnell.“ Als die Dachfenster über der Bowlingbahn platzten, entstand ein sogenannter Flashbrand, so Walottek: „Da explodierte das Feuer regelrecht, die Flammen haben blitzschnell übergegriffen.“

Alle Gäste waren vom Personal rechtzeitig ins Freie geleitet worden. Auch am Mittwoch war der Brandgeruch deutlich zu riechen. Zur Brandursache lagen noch keine Erkenntnisse vor. „Die Aufklärung wird noch einige Zeit dauern“, so Polizeisprecher Günther Beck.

Squash-Insel-Boss Walottek vermutet indes, dass die Ursache im Bereich der Bowlingbahn zu suchen sei. Weil am Mittwoch Schaulustige die Ermittlungen behinderten, wurde das Gelände gesperrt und mit einem Bauzaun abgesichert. Die tragenden Betonpfeiler würden einen starken Zerstörungsgrad aufweisen, so Beck. „Das ist ähnlich wie damals bei den Twin-Towers. Der Beton wird porös und spröde.“

Stefan Eder und seine Familie bekommen jetzt in ihrer Not viel Zuspruch von der Belegschaft und Freunden. Eder: „Wir sind von den Seelsorgern superlieb betreut worden. Und vielen Dank der Feuerwehr, die sehr viel geleistet hat!“

TIM/CC/GE

Bilder vom Brand

Fotos: Großbrand in Dachau

Weitere Bilder vom Großbrand in Dachau

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