Staatsanwalt erschossen - Prozess im Herbst

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Nach der schrecklichen Tat zeugten Blumen am Eingang des Dachauer Amtsgerichtes von der Trauer.

Dachau/München - Nach dem Mord an einem jungen Staatsanwalt am Dachauer Amtsgericht soll nun im Herbst in München der Prozess gegen den 54-jährigen Beschuldigten beginnen.

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder des Staatsanwalts am Dachauer Amtsgericht beginnt voraussichtlich Ende Oktober in München. Erst müsse noch das Ergebnis eines Gutachtens über den Beschuldigten abgewartet werden, teilte die Sprecherin des Oberlandesgerichts München am Freitag mit. Die Anfang April von der Münchner Staatsanwaltschaft erhobene Anklage wegen Mordes und dreifachen versuchten Mordes gegen den 54-Jährigen wurde vom Schwurgericht jedenfalls unverändert zugelassen.

Nach den Ermittlungen der Anklagebehörde feuerte der mutmaßliche Täter am 11. Januar in einem Sitzungssaal des Dachauer Amtsgerichts aus einer Pistole sechs Schüsse auf den Staatsanwalt und den Richtertisch ab. Die Waffe besaß er illegal. Der 31 Jahre alte Anklagevertreter erlag wenig später im Krankenhaus den schweren Schussverletzungen. Richter, Protokollführer und Verteidigerin des 54-Jährigen blieben unverletzt.

Die Staatsanwaltschaft hat für den Prozess 62 Zeugen und 10 Sachverständige benannt. Die Anklageschrift umfasst 200 Seiten. Nach einem Bericht der “Bild“-Zeitung musste dem gesundheitlich schwer angeschlagenen 54-Jährigen kürzlich ein Bein amputiert werden. Der Mord an dem verheirateten Staatsanwalt löste bundesweit eine Debatte über schärfere Sicherheitsvorkehrungen in Justizgebäuden aus. In Bayern werden nun in Amts- und Landgerichten alle Besucher kontrolliert.

dpa

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