Bahnhof Nord

Nach zwei Jahren: WC wieder offen

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Geöffnet is’: Erst zur Wiesn 2016, dann zur Wiesn 2017 sollten die Toiletten am Bahnhof Nord von der Stadt übernommen werden – vor zwei Wochen war es dann soweit. Peter Mayer vom Bauhof und Bürgermeisterin Eva John zeigen die sanierten Anlagen. 

Zwei Jahre lang konnte man am Starnberger Bahnhof Nord sein Geschäft nicht erledigen. Jetzt endlich sind die WC‘s wieder offen. Die Stadt hat sich mit der Bahn geeinigt und hat die Toiletten übernommen.

Starnberg – Ein Jugendlicher schmeißt seine Zigarette am Eingang des Bahnhofs Nord einfach auf den Boden, ehe er in den Aufzug steigt. Wenige Meter weiter erklärt Bürgermeisterin Eva John gerade, wie die Stadt den Bahnhof sauber halten möchte – besser gesagt: die Toiletten. Die hat die Stadt nach eineinhalb Jahren Gesprächen von der Bahn übernommen.

Euphorisch verkündete die Stadt in einer Mitteilung: „Endlich ist es soweit!“ Schließlich gibt es den Ärger um die Toiletten so lange wie den 16 Jahre alten Bahnhof Nord selbst. Immer wieder schloss die Bahn die sanitären Anlagen, weil Besucher sie verdreckt hinterließen. Zuletzt waren sie zwei Jahre lang am Stück geschlossen. Das stieß nicht nur Bahnkunden auf. Ein Busfahrer schrieb dem Merkur: „Für uns, die dort ihre Umlaufpause verbringen und dann die einzige Zeit für einen Toilettengang haben, stellt das ein gravierendes Problem dar.“

Das soll nun gelöst sein. Die Stadt hat die Toiletten saniert. Trennwände, Toilettenschüsseln, Waschbecken – für etwa 4000 Euro ließ die Stadt die sanitären Anlagen nüchtern, aber praktisch einrichten. Die Toiletten für Frauen und Männer sind täglich von 6 bis 23 Uhr geöffnet. „Wir haben das etwa den Bus- und Bahnzeiten angepasst“, erklärte John. Nachts bleiben sie geschlossen. „Als Vorsichtsmaßnahme – da besteht eher Vandalismusgefahr.“

Die Reinigung übernimmt der Betriebshof. Ab Mitte des Jahres soll sich eine externe Firma um die Reinigung der Toiletten am Bahnhof Nord und auch am Bahnhof See kümmern, sagte John. Einmal pro Tag sollen sie gereinigt werden. „In der Hochsaison muss man dann wohl öfter als einmal am Tag rein.“ In jedem Fall soll öfter gereinigt werden als auf dem restlichen Bahnhofsgelände – für das ist weiter die Bahn zuständig. Die Starnberger Bahnhöfe seien aber nur als „Nummer E“ eingeordnet, sagt John, in der Priorität ganz am Ende. Demnach werde nur zwei bis dreimal pro Woche gereinigt. Es kann also dauern, bis weggeworfene Zigarettenstummel verschwinden. Ohnehin setzt John auf die Vernunft der Bürger: „Damit wir uns mehr um Reinigung kümmern können und nicht um Schließzeiten wegen Vandalismus.“

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