Nach der Schlüsselübergabe

Drei Flops in einem Jahr! Jetzt wird für dieses Restaurant ein neuer Wirt gesucht

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Die Gaststätte soll möglichst bald wieder offen sein.

Die Stadt Penzberg sucht einen neuen Wirt für ihre Stadthalle. Nach drei Flops in einem Jahr will das Rathaus jetzt genau hinschauen.

Penzberg – Kurz nach Mitternacht kam das OK der Anwälte, am Mittwochmorgen um 7.30 Uhr erhielt Penzbergs Bürgermeisterin Elke Zehetner von der gekündigten Pächterin Paula Maria Reisek den großen Schlüsselbund für die Stadthalle überreicht. Beide Seiten hatten sich im Streit um die Pachtfortführung von Gastronomie und Saal geeinigt. Details nannte Rathauschefin Zehetner auf Nachfrage nicht, räumte allerdings ein, dass die Sache über die Anwälte gehen musste. „Für uns war wichtig, dass wir Klarheit haben.“

Nun kann sich die Stadt endlich offiziell auf die Suche nach einem neuen Pächter machen. Die Ausschreibung für die Gastwirtschaft ist fertig und schon raus. „Je eher desto besser“ wolle man einen Wirt gefunden haben, sagt Zehetner. Sie definiert das Anforderungsprofil kurz und bündig: „Er muss Wirt mit Leib und Seele sein und den Wert der Halle zu schätzen wissen.“ Ob wie bisher brauereifrei, ist unklar. „Das hängt von der Person und ihrem Konzept ab.“

Wichtig werden bei der Auswahl jedoch auch die Konzepte der Interessenten sein. Ob der neue Wirt nur die Gaststätte „Penzberger“ oder die komplette Halle betreibt, ist die Frage. „Wir brauchen eine vernünftige Lösung für den Saal“, betont Zehetner und macht klar: „Wir brauchen einen Zugriff auf den Saal.“ Resek und ihr Vorgänger Rudolf Schall hatten auf Kulturveranstaltungen gesetzt. Verhältnisse, wie zum Schluss als der Kinderchor der städtischen Musikschule einem zahlenden Privatmieter weichen musste, darf es für Zehetner nicht mehr geben. „Die Stadt muss wissen, was in dieser Stadthalle passiert. Das ist unser Haus.“

Reservierungen der Stadthalle sind per E-Mail an stadthalle@penzberg.de möglich. Die Bürgermeisterin jedenfalls will den Vereinen weiter Sonderkonditionen einräumen. Die mietfreie Hallennutzung hatte bei den Pächtern für Verstimmung gesorgt. „Die Vereine müssen besonders gut behandelt werden“, bekräftigt Zehetner und spricht von „positiven Multiplikatoren“.

Bis ein neuer Wirt gefunden ist, tritt die Stadt selbst als Betreiberin ihrer Stadthalle auf. Sie nimmt auch die Reservierungswünsche entgegen. Sollte sich die Suche nach einem Pächter hinziehen, sieht die Bürgermeisterin keine Probleme. Der große Saal mit Zugang und Sanitäranlagen wurde bei der umfangreichen Renovierung der Stadthalle so konzipiert, dass der Hallenbetrieb ohne Gaststätte laufen kann. So wurde beim Starkbieranstich erfolgreich ein externer Caterer eingesetzt, was nun bei den gemeldeten Veranstaltungen auch der Fall sein wird. Elke Zehetner macht aber deutlich, dass dies keine Dauerlösung sein darf: „Die Gaststätte braucht einen Pächter.“

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