Dachauer Faschingsgaudi

Nach Ärger unter Jugendlichen: Mega-Party wird doch fortgesetzt

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Beliebt vor allem bei der Jugend. Die Faschingsparty am Rathausplatz.

Ob und inwiefern die große Faschingsparty am Dachauer Rathausplatz weitergeführt werden soll, hat den Kulturausschuss in seiner jüngsten Sitzung erneut beschäftigt.

Dachau – Im vergangenen Monat hatte Stadtrat Rainer Rösch (Überparteiliche Bürgergemeinschaft) die Frage aufgeworfen, ob es die Veranstaltung am Faschingssamstag überhaupt brauche – und damit eine Welle der Entrüstung unter Dachauer Jugendlichen losgetreten.

Kulturamtsleiter Tobias Schneider als Zuständiger für die Organisation der Party warb für deren Fortführung. Die Faschingsfeier sei ein „Glücksfall für die Stadt Dachau“: Mit dem Radiosender Gong 96.3 habe man einen kompetenten und exklusiven Partner, der sich um die Vermarktung kümmere, während die Stadt für alle „veranstaltungsrelevanten Themen und Kosten zuständig“ sei. Heuer hätte die Veranstaltung mit 13 000 Euro zu Buche geschlagen, zuzüglich der Kosten für Reinigung, Absperrungen und Halteverboten. Würde die Stadt die Faschingsparty allein, ohne den Radiosender, durchführen, wären die Kosten ungleich höher.

Die Stadträte im Kulturausschuss sprachen sich daher am Mittwoch eindeutig für die Fortsetzung der Party und der Partnerschaft mit Gong 96.3 aus. Benedikt Hüller (CSU) etwa betonte, bei den Faschingspartys gehe es „wesentlich friedlicher“ zu als bei den bis zum Jahr 2013 veranstalteten Faschingszügen. Wenn es an der Party etwas zu kritisieren gebe, seien es allenfalls die nicht ausreichenden Toiletten. Auch Oberbürgermeister Florian Hartmann sprach sich für die Party aus: Sie sei eingespielt und der Aufwand überschaubar. Franz Xaver Vieregg (Überparteiliche Bürgergemeinschaft) stellte allerdings in den Raum, ob man nicht 2 oder 3 Euro Eintritt verlangen könnte? „Das muss es den Jugendlichen schon wert sein!“ Auch Wolfgang Reichelt (CSU) fand diese Idee „zumindest überlegenswert“.

Silvia Kalina (CSU) aber rechnete vor, dass „das die einzige Veranstaltung ist, die die Stadt für die Jugend durchführt. Da sollten wir nicht knausern!“ Zumal mit der alljährlich beliebter werdenden Party der gute Ruf der Großen Kreisstadt wieder hergestellt werde. Ein Gong-96.3-Moderator hatte Dachau vor Jahren noch als „Chaos City“ bezeichnet. Das, so Sören Schneider (SPD), „sind wir jetzt nicht mehr.“ 

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