Schwimmer muss zahlen

Suchaktion nach Fehlalarm wird teuer

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Nächtliche Suche: Mit ingesamt zehn Booten und großen Scheinwerfern haben die Rettungskräfte die Starnberger Bucht abgesucht.

Starnberg - Er wollte wohl nur einem Freund einen sauberen Schrecken einjagen. Jetzt erwartet einen 27-jährigen Fürther eine saftige Rechnung der Starnberger Rettungskräfte.

In der Nacht hatte sich der Fürther mit einem Freund (28) auf dem Steininger Grundstück in Starnberg aufgehalten. Gegen 22.30 Uhr sprang er ins Wasser, um den See zum Ostufer Richtung Percha zu durchqueren, wie er seinem Freund sagte. Die Entfernung dorthin beträgt etwa 1,5 Kilometer. Als er nach einer Stunde noch nicht wieder zurückgekehrt war, verständigte der 28-Jährige die Polizei und meldete den Fürther als vermisst.

Schwimmer löst Großeinsatz aus

Mit insgesamt 60 Kräften von Wasserwachten, DLRG, Feuerwehren und Polizei wurde die Suche gestartet. Zehn Boote und ein Hubschrauber waren im Einsatz. Während der gesamte Seebereich zwischen Ost- und Westufer abgesucht wurde, kümmerte sich ein Kriseninterventionsteam der Malteser um den Freund des Vermissten. Die Suche verlief erfolglos.

Gegen 1.40 Uhr meldete sich eine Bergerin bei der Polizei und teilte mit, ein Mann in Badehose habe bei ihr geläutet und um ein Taxi gebeten. Als der Fürther erfuhr, dass er von der Polizei gesucht werde, machte er sich aus dem Staub. Erst um 6.15 Uhr erschien der Mann unverletzt in der Schön Klinik. Die Tragweite seines Handelns war dem 27-Jährigen offenbar nicht bewusst. Die nicht unerheblichen Kosten der Vermisstensuche wird er wohl tragen müsssen.

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