„Sie ist richtig gesprungen“

Sie traf auf die Wildsau am Starnberger See - und erzählt nun von ihrer Begegnung

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Ein tierisches Erlebnis: Fabienne Noppeney (61) und ihr Malteser-Pudel-Mischling Tiffany machten bei ihrem morgendlichen Spaziergang am See Bekanntschaft mit einer Wildsau.

Ein Wildschwein ist am Donnerstag im Starnberger See geschwommen und über die Seepromenade gelaufen. Dem Starnberger Merkur erzählt Fabienne Noppeney, wie die Begegnung mit der Wildsau war.

Starnberg – Als Fabienne Noppeney (61) am Donnerstagmorgen mit ihrem Malteser-Pudel-Mischling Tiffany ihre alltägliche Gassirunde drehte, staunte sie nicht schlecht: Am Starnberger See angekommen, hüpfte eine Wildsau aus dem Gewässer (wir berichteten). „Die Sau ist nicht einfach nur aus dem Wasser gekrabbelt, sie ist richtig gesprungen“, schildert Noppeney dem Starnberger Merkur ihr Erlebnis. „Dann ging sie über die Promenade bis zu einem Gebüsch.“ Das Tier habe panisch und völlig k. o. gewirkt, erzählt Noppeney. Sie habe daraufhin einen Stadtmitarbeiter gebeten, die Polizei zu rufen. Auch er habe die Sau beobachtet.

Es sei wirklich verblüffend gewesen, sagt Noppeney über ihr Treffen mit der Sau. Auch Hündin Tiffany war ganz aus dem Häuschen. „Mein Hund ist direkt auf die Sau zugerannt und hat sie damit noch mehr verschreckt“, berichtet das Frauchen. „Ich habe Tiffany dann aber sofort zurückgepfiffen und sie hat gleich auf mich gehört.“ Weil das Wildschwein einen sehr erschöpften Eindruck machte, mutmaßt Noppeney, dass es sehr weit geschwommen sein muss. Nichtsdestotrotz brachte die Sau noch die Kraft auf, von der Promenadenseite aus über einen Zaun zu den Zuggleisen zu springen, um dort seine frühmorgendliche Wanderung fortzusetzen.

„Ich bin dann mit meinem Hund weitergegangen und habe das Schwein nicht mehr gesehen“, erzählt Noppeney. „Kurz danach hörte ich aber, wie eine S-Bahn zweimal kräftig hupte.“ Wie sich später herausstellte, war auch dafür die herumstromernde Sau verantwortlich. Und damit nicht genug: Am Donnerstagnachmittag wurde das Tier noch in einem Garten an der Seestraße in Berg gesichtet, wo es sich mit dem dortigen Familienhund anlegte. Auch diese Begegnung ging für alle Beteiligten glimpflich aus.

Fabienne Noppeney vermutet, dass das Wildschwein etwa zwei bis drei Jahre alt ist. Man habe die Eckzähne erkennen können, was bei Jungtieren nicht der Fall sei, begründet die Starnbergerin ihre Einschätzung. Das Tier sei außerdem sehr struppig gewesen, etwa 70 Zentimeter hoch und 1,30 Meter lang.

„Einem Wildschwein bin ich bei meinen Spaziergängen noch nie begegnet“, sagt sie. Sie habe das sehr schön gefunden und sei sich vorgekommen wie in der Wildnis. Obwohl die Sau aus dem See kam, hat Noppeney keine Bedenken, weiter dort zu baden. „Ich habe im Internet gelesen, dass Schweine nicht angreifen, wenn sie schwimmen“, erklärt sie. Bleibt abzuwarten, ob sie ihrem tierischen Freund im Sommer beim Schwimmen wieder begegnet – denn man sieht sich ja immer zweimal im Leben.

Lesen Sie hier unseren Bericht vom Freitag: Wildschwein geht im Starnberger See baden.

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