Tod auf Starnberger Polizeiwache

Polizisten erschossen Angreifer (71) aus Notwehr

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Hier ist es passiert: Im Juni betrat ein 71-Jähriger mit einem Messer die Starnberger Polizeiwache. Beamte erschossen den Mann. Aus Notwehr, sagt die Staatsanwaltschaft.

Starnberg - Es war ein Schockerlebnis: Im Juni haben Polizisten in der Starnberger Polizeiinspektion einen 71-jährigen Angreifer erschossen. Jetzt werden sie von der Staatsanwaltschaft entlastet.

Vier Monate sind vergangen als Heinrich W. (71) mit einem Küchenmesser bewaffnet die Starnberger Polizeiwache betrat und mehrere Beamte bedrohte. Polizisten erschossen den Rentner mit mehreren Schüssen. Die Staatsanwaltschaft spricht von Notwehr.

Gegen 14 Uhr betrat Heinrich W. am Tattag im Juni mit seinem 30 Zentimeter langen Messer den Vorraum der Starnberger Polizeiwache durch die Haupteingangstür. Der Mann litt unter Schizophrenie und Wahnvorstellungen, war im Frühjahr zwangsweise in einer Psychiatrie. "Das Auftreten des Heinrich W. ließ eine massive Gewaltbereitschaft erkennen", heißt es in der jüngsten Erklärung der Staatsanwaltschaft München II.

Sieben Schüsse trafen seinen Körper

Um zu verhindern, dass Heinrich W. unbeteiligte Personen angreift, öffnete ein Beamter eine Seitentür zum Vorraum. Er forderte ihn laut Mitteilung mit vorgehaltener Dienstwaffe auf, das Messer wegzulegen. Heinrich W. habe den Polizisten ignoriert. Mit dem Messer in der Hand ging er auf den Beamten zu, auch der Einsatz von Pfefferspray stoppte ihn nicht. Zielstrebig verfolgte W. mehrere Beamte in den angrenzenden Gang - und versuchte zuzustechen. Schließlich feuerten drei Polizisten auf den Angreifer. Sieben Schüsse trafen seinen Körper, in beide Arme, beide Beine, den Rumpf und den Kopf. 

Polizisten handelten aus Notwehr

Die Polizisten waren in Lebensgefahr und haben aus Notwehr gehandelt - so urteilt die Staatsanwaltschaft II vier Monate nach dem Vorfall in ihrer zweiten Erklärung. Die Beamten hätten aufgrund der "schnellen zeitlichen Abfolge und der Dynamik des Geschehens sowie des aggressiven Vorgehens" von Heinrich W. in dieser Situation keine andere Alternative gehabt, als zu schießen.

Mann auf Polizeirevier in Starnberg erschossen

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mm

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