Ermittlungen laufen

Schock-Fund im Starnberger See! Bundeswehrtaucher findet skelettierte Leiche - Polizei bittet mit Grusel-Foto um Hilfe

Grusel-Fund am Starnberger See: Taucher haben am Dienstag eine skelettierte Leiche geborgen. Der Schreckensfund gibt Rätsel auf. Die Kripo sucht nun nach Hinweisen.

Update vom 30. April, 11.36 Uhr: Nach dem Skelett-Fund im Starnberger See hofft die Polizei auf eine schnelle Untersuchung der Überreste, um die Identität der verstorbenen Person feststellen zu können. Die Beamten gehen davon aus, in „zwei bis drei Wochen“ weitere Informationen zur Identität zu haben. DNA-Abgleiche mit Vermissten- und Kriminalfällen sollen hierfür ebenfalls herangezogen werden.

Leichenfund im Starnberger See: DNA-Proben von Leiche entnommen - „zeitintensiver und komplizierter Vorgang“

Im Institut für Rechtsmedizin München werden DNA-Proben von der skelettierten Leiche entnommen, berichteten die Beamten am Freitag. Die Leiche werde priorisiert untersucht, die Gewinnung von DNA-Proben der Knochen sei allerdings ein „zeitintensiver und komplizierter Vorgang“. Sollte keine unmittelbare Identifikation möglich sein, erhofft sich die Polizei, die DNA mit der vermisster Personen abgleichen zu können.

Bisher noch keine Treffer erbracht, hat ein Abgleichen der Leiche mit Vermisstenfällen und ungelösten Kriminalfällen. Verwertbare Hinweise aus der Bevölkerung seien bisher ebenfalls nicht eingegangen. Die menschlichen Knochenteile wurden am Dienstag bei einer Tauchübung von einem Bundeswehrsoldaten in 40 Metern Tiefe entdeckt.

Ursprünglicher Artikel vom 30. April:

München / Starnberger See - Es wirkt wie in einem Film. Doch was Taucher im Starnberger See gefunden haben, ist Realität. Sie bargen mehrere menschliche Knochenteile vom Grund des Sees. Die verstorbene Person konnte, auch aufgrund der fortgeschrittenen Skelettierung, bislang nicht identifiziert werden. Zu dem Verbleib der Leiche hatte es zunächst keine Anhaltspunkte gegeben. Der Taucher, ein Angehöriger der Bundeswehr, war lediglich im Rahmen einer Übungsaktion gegen 8:25 Uhr im nördlichen Bereich des Starnberger Sees zu Wasser gegangen. In rund 40 Metern Tiefe entdeckte er dann jedoch einen menschlichen Schädel auf dem Seegrund. Zudem fand der Taucher helle Turnschuhe, welche aus dem Schlick des Sees ragten und der Leiche zugeordnet wurden.

Starnberger See: Horror-Fund - Skelettierte Leiche entdeckt

Durch das Hinzuziehen von Tauchern der Bereitschaftspolizei wurden schließlich im Rahmen des veranlassten Bergungseinsatzes sowohl die Teile eines skelettierten Leichnams, als auch einige zugehörige Kleidungsstücke geborgen und an Land gebracht. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Bislang liegen weder Hinweise auf die Identität der verstorbenen Person vor, noch kann zum aktuellen Ermittlungsstand die Liegezeit der Knochen genauer eingegrenzt werden.

Im Rahmen der veranlassten Begutachtung der Knochen durch das Institut für Rechtsmedizin München fanden sich daran keine Anzeichen einer äußeren Gewalteinwirkung. Hinweise auf die Identität der verstorbenen Person könnten die noch relativ gut erhaltenen Turnschuhe bringen. Es handelt sich hierbei um helle Turnschuhe der Marke Adidas, Typ Indoor Spezial, Schuhgröße 12 (UK). Aufgrund dessen wird davon ausgegangen, dass es sich vermutlich um eine männliche Person handelt .Zeugen, die sachdienliche Hinweise zur Identität der verstorbenen Person geben können, werden gebeten, sich unter (0 81 41) 61 20 bei der Kripo Fürstenfeldbruck zu melden.

Diese Adidas-Turnschuhe wurden bei der Leiche gefunden.

Starnberger See: Schock-Fund auf Grund - Taucher finden Leiche

Die Beamten der Kripo gehen nun die Vermisstenfälle der zurückliegenden Jahre durch. Gegebenenfalls könnte auch das Zahnschema Aufschluss über die Identität geben, sagte Polizeisprecherin Michaela Grob gegenüber dem Starnberger Merkur*. Die Schwierigkeit bestehe darin, einen Zusammenhang zwischen einer vermissten Person und dem Starnberger See herzustellen. Starnbergs Polizeichef Bernd Matuschek kann sich nur an einen einzigen Fall eines Vermissten erinnern, der nicht gelöst werden konnte: Ende Mai 2010 war ein damals 67 Jahre alter Segler aus München zwischen Tutzing und Bernried über Bord eines Segelschiffs gegangen. Der Mann konnte nach Angaben Matuscheks bislang nicht gefunden werden.

Ob der Bundeswehrtaucher nun die sterblichen Überreste dieses Mannes gefunden hat, ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch reine Spekulation. Matuschek geht davon aus, dass der Leichnam seit mindestens zehn Jahren im See gelegen hat. Dafür spricht auch das Alter der Schuhe. Wie eine Adidas-Sprecherin auf Anfrage sagte, kam das Modell „Indoor Spezial“ 1979 auf den Markt und war auf jeden Fall bis 1984 erhältlich. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Felix Hörhager

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