Eklat in Starnberg

Entschuldigung in der „Halt’s Maul“-Affäre im Stadtrat

Die „Halt’s Maul“-Affäre im Starnberger Stadtrat sollte seit Montagabend der Vergangenheit angehören.

Starnberg – Am Montagabend stellte Bürgermeisterin Eva John im Starnberger Stadtrat die Ergebnisse ihrer Ermittlungen in der „Halt’s Maul“-Affäre vor.

Vorfall ereignete sich vor zwei Wochen

Zur Erinnerung: Vor zwei Wochen hatte Grünen-Fraktionschefin Martina Neubauer dem WPS-Stadtrat Maximilian Ardelt öffentlich vorgeworfen, ihr in einer Sitzung „Halten Sie das Maul“ zugerufen zu haben. Die Stadtverwaltung habe den Vorwurf geprüft, sagte Eva John nun, und: „Die Behauptungen sind unwahr.“ Weder im öffentlichen noch im nichtöffentlichen Teil habe Ardelt so mit Neubauer gesprochen.

In der fraglichen Sitzung habe es einen hitzigen Wortwechsel zwischen Stefan Frey (CSU), Patrick Janik (UWG) und Ardelt gegeben, rekonstruierte John den Hergang nach Abhören der Tonbandaufzeichnungen. In diesen Disput habe sich auch Neubauer eingeschaltet. Daraufhin habe Ardelt gesagt: „Halten Sie den Mund, Frau Neubauer.“ Mund – nicht Maul.

Ardelt verteidigt ihre Lügner-Bezeichnungen

John nahm die Grünen-Politikerin deshalb am Montag in die Pflicht und bat sie, sich bei Ardelt öffentlich zu entschuldigen. Eine Bitte, der Neubauer nachkam. „Ich habe es tatsächlich anders wahrgenommen, aber wenn es so auf dem Band ist, dann entschuldige ich mich“, sagte sie. „Da war meine Erinnerung getrübt.“ Ardelt nahm die Entschuldigung an: „Damit ist die Sache für mich erledigt.“ In seinem Umfeld habe das Thema übrigens Wellen geschlagen. „Ich bin noch nie so oft angesprochen worden wie auf ,Halten Sie das Maul’“, sagte er. Dabei sei das gar nicht seine Sprache.

Dass er in der fraglichen Sitzung Frey und Janik als Lügner bezeichnet habe, verteidigte Ardelt erneut. Beide Stadträte hätten wissentlich falsche Behauptungen über den Verein Schöner zum See aufgestellt, dessen Vorsitzender Ardelt ist. „Das ist eine Tatsache.“ Für Frey alles andere als kollegial: „Lügner ist eine gezielte Herabwürdigung. Dann könnten Sie auch den Mut haben, sich selbst zu entschuldigen.“

Rubriklistenbild: © Jaksch

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