3. Startbahn: Klagefrist beginnt am 5. Oktober

München - Die Gegner der Flughafenerweiterung in München können frühestens am 5. Oktober ihre Klagen einreichen.

Am Tag zuvor gilt der Planfeststellungsbeschluss für den Bau der geplanten dritten Start- und Landebahn bei den Betroffenen als förmlich zugestellt, wie die Regierung von Oberbayern am Dienstag in München mitteilte. Die 20 Ordner umfassende Genehmigung werde vom 19. September bis 4. Oktober in den betroffenen Gemeinden ausgelegt. Der Flughafengesellschaft wurden die Akten bereits am 26. Juli übergeben.

Nach Überzeugung der Bezirksregierung ist der Bedarf für die dritte Startbahn gegeben. Der Ausbau gewährleiste langfristig die Funktion des zweitgrößten deutschen Flughafens als Drehkreuz. Mit der neuen 4000 Meter langen Piste sollen auf dem Airport künftig 120 statt bisher 90 Flugbewegungen stündlich möglich sein. Die Kosten werden auf bis zu eine Milliarde Euro geschätzt. Die Fertigstellung ist frühestens 2015 zu erwarten.

Anwohner, Naturschützer und Kommungen bereiten Klagen gegen den gut 2800 Seiten starken Planfeststellungsbeschluss vor. Sie warnen vor Lärm, Abgas und Naturzerstörung. Die neue Startbahn liegt in einem Vogelschutzgebiet. Das Bündnis “AufgeMUCkt“ kündigte einen “heißen Herbst“ an.

Die Regierung von Oberbayern begründete den Zeitpunkt für die Auslegung der Genehmigungspapiere damit, dass potenzielle Kläger so Gelegenheit hätten, sich in ausreichender Zeit mit der Entscheidung zu beschäftigen. Die am 5. Oktober beginnende Klagefrist endet am 4. November.

dpa

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