Neue Staufalle auf der A9

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Die Bauarbeiten für die Standspurfreigabe laufen auf Hochtouren

München - "Die Pendler werden fluchen, sie sollen aber wissen, wieso sie fluchen", sagt der Baudirektor. Wir sagen Ihnen, warum Sie auf der A9 ab sofort viel Nerven brauchen. 

Autofahrer brauchen ab sofort auf der A9 viel Geduld. Der Grund: Die Autobahndirektion Südbayern baut zwischen Neufahrn und Allershausen den Standstreifen so um, dass er zeitweise für den Verkehr freigegeben werden kann – so, wie es auf der A8 zwischen Brunn­thal und Holzkirchen schon funktioniert.

Das wichtigste zum Thema Stau

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„Die Pendler werden fluchen, sie sollen aber wissen, wieso sie fluchen.“ So stimmte Baudirektor Johann Schmid die Autofahrer auf die Durststrecke ein, die es bis Ende Oktober zu überbrücken gibt. Zwischen Neufahrn und Allershausen wird die Decke des Seitenstreifens verstärkt, auch der restliche Asphalt wird erneuert. Außerdem werden 17 Nothaltebuchten angelegt. Und in Fahrtrichtung München kommt auf einem Kilometer Länge eine komplette Fahrspur neu hinzu.

Damit die Standspur freigegeben werden kann, werden in und an der Straße Sensoren eingebaut, auf den Schilderbrücken kommen neue Signale hinzu, die die Standspur mit „grün“ freigeben oder mit „rot“ sperren. Ende 2012 sollen die Arbeiten beendet sein. Kostenpunkt: 35 Millionen Euro.

Während der Bauzeit sollen die sechs Fahrspuren aufrecht erhalten werden. Wenn Lastwagen zur Baustelle fahren, gilt automatisch Tempo 60, ansonsten Tempo 80.

Langfristig soll die Standspurfreigabe bis zum Autobahndreieck Holledau erfolgen. Allerdings haben im nördlichen Abschnitt mehrere Gemeinden auf Lärmschutz geklagt.

J. Welte

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