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Stiftung für Brustkrebs-Früherkennung 

Hohenlindenerin kämpft mit weichen Bandagen

Das Titelbild des Kalenders, für den sich Frauen aus Hohenlinden und Umgebung zur Verfügung stellten.

Die Hohenlindener Unternehmerin Friederike Aschenbrenner macht mit Hilfe junger Frauen in besonderer Weise auf das Thema Brustkrebs aufmerksam. Wir haben sie besucht.

Friederike Aschenbrenner, Unternehmerin, will eine Stiftung gründen.

Hohenlinden – Mit viel Glück überlebte Friederike Aschenbrenners Mutter eine schwere Brustkrebserkrankung. Das war 2015. Sie ist eine „Brustkrebsbesiegerin“. Sie hat die Ängste erlebt, die Tränen, die Rückschläge. Die herkömmliche Mammographie hatte den Tumor nicht identifizieren können. Dass der dennoch und noch rechtzeitig erkannt wurde, war Glück und Zufall zugleich. Weil sie durch ihren Beruf in einer Arztpraxis wusste, wie man die eigene Brust richtig ertastet und daraus die richtigen Schlüsse zieht.

Damit möglichst viele Frauen die vorhandenen Vorsorgeangebote auch wirklich nutzen und zugleich Zugang zu deutlich besseren, alternativen Präventionsmöglichkeiten als die herkömmliche Mammographie bekommen, dafür legt sich die engagierte Hohenlindener Geschäftsfrau Friederike Aschenbrenner (35) besonders ins Zeug. Und gründet eine Stiftung, die ihren Namen tragen wird. Ziel: Reklame machen für eine Früherkennung bei Brustkrebs, aber auch bei allen anderen Tumorerkrankungen.

Unterstützt wird sie dabei von einer Juristin, aber auch von dem Münchner Radiologen Richard Westhaus und seinem Team. Und damit von einem Mediziner, der sich speziell mit Früherkennungsdiagnostik bei Brustkrebs befasst, die mit MRM abgekürzt wird und als deutlich zuverlässiger gilt als die Mammographie. MRM steht für eine Magnetresonanz-Mammografie. Das Verfahren gilt als das mit der höchsten Treffsicherheit. Wenn sich nach der MRM-Diagnostik keine bösartige Veränderung zeigt, kann zu 97 Prozent davon ausgegangen werden, dass kein Brustkrebs besteht.

„Ziel der Stiftung ist es, dass dieses Verfahren mehr verankert wird, auch wenn die Kosten zurzeit noch bei 450 Euro liegen“, sagt Aschenbrenner. Deshalb scheut sie keine weiten Wege und wirbt im Bundesgesundheitsministerium.

Lobbyarbeit ist ihr vertraut. Geht es beispielsweise um landwirtschaftliche Fachfragen, wird die 35-Jährige schon seit längerem nach Berlin eingeladen. Dann geht es um Motivationsseminare, um Fortbildungen für Landwirte, um Agrarmanagement.

Ein ganz zentrales Projekt der entstehenden Stiftung wird ein besonderer Kalender sein, den die Isenerin demnächst beim Hohenlindener Christkindlmarkt präsentieren wird. Beziehungsweise präsentieren lässt, denn die Hauptdarstellerinnen werden zugleich die Haupt-Promoter sein: vorwiegend junge Frauen aus Hohenlinden und Umgebung. Die hat die zweifache Mutter für die gute Sache nämlich relativ einfach und schnell finden können. Unter anderem in der Dirndlschaft Mittbach/Pemmering/Hohenlinden.

Das Besondere an dem Kalender: Die jungen, mit viel Aufwand geschminkten und frisierten Frauen tragen statt BHs eine besondere elastische Bandage, wie man sie in modifizierter Form etwa aus der Klauenpflege bei Rindern kennt. Friederike Aschenbrenners Mutter war sozusagen eine der ersten Frauen, die als Patientin mit akuter Diagnose diese Bandagen anstelle eines Büstenhalters verwendete. Und positive Erfahrungen dabei machte. Mit diesen längst aus humanmedizinischer Sicht zugelassenen Bandagen handelt die Firma von Friederike Aschenbrenner. Im Gewerbegebiet existiert ihr Betrieb seit Januar.

Einen ersten Kalender gab es bereits vor einem Jahr. Auflage damals: 2500. Verkauft wurde er zum Preis von 25 Euro. Bei einem Fest des Burschenvereins Burgrain wurden bei einer Versteigerung gar 600 Euro erzielt. Dort ist ihr Bruder Sebastian Buchholz im Vorstand. Dieser Erfolg zeigte der umtriebigen Geschäftsfrau, dass mit einem professionell gemachten Kalender durchaus mehr Geld bewegt werden kann.

Die Auflage des Nachfolgekalenders heuer wird auf 730 begrenzt sein. Der Preis beträgt dann 100 Euro/Stück. Geld, das die Unternehmerin nutzen möchte, um ihre Stiftung an den Start zu bringen und damit zugleich die Brustkrebsforschung zu unterstützen.

Für den Kalender 2018 hatten sich über 250 Frauen aus ganz Bayern zu einem Casting gemeldet. Ausgewählt wurden 13. Dabei entstanden professionelle Bilder mit einem Hauch Erotik. Immer vor dem Hintergrund, Werbung für Brustkrebsvorsorge zu betreiben. Einige der Modells, berichtet Aschenbrenner, hätten in den eigenen Familien Angehörige, die ebenfalls schon leidvolle Erfahrungen mit der tückischen Tumorerkrankung machten.

Der neue Kalender lässt die Modells sprechen. Hintergründiges zur Krebsprävention gibt es auf einer Homepage, die demnächst unter der Adresse friederike-aschenbrenner-stiftung.com angewählt werden kann. Dort ist geplant, jeden Monat eine betroffene Frau oder auch einen betroffenen Mann zu Wort kommen zu lassen, die/der eine Krebserkrankung überstanden hat. Ja, auch Männer, denn die Stiftungsgründerin will sich nicht nur auf Brustkrebs konzentrieren, sondern auch andere Tumorerkrankungen in den Fokus rücken.

Zusätzlich ist eine Kooperation mit der Brauerei Schweiger geplant. Die unterstützt die Burschenvereine in der Umgebung, die bei ihren Weihnachtsfeiern den Kalender versteigern, mit Trachtenhemden, auf denen die Logos der Stiftung, des jeweiligen Vereins und des Sponsors eingearbeitet sein werden.

Verkauf

Der Kalender wird auf dem Christkindlmarkt in Hohenlinden verkauft und kostet 100 Euro. Von den heimischen Darstellerinnen wird es auch gerne signiert. Der Markt findet am ersten Adventwochenende statt. Restposten können später im Rathaus Hohenlinden erworben werden.

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