Kurioser Antrag für Neubaugebiet

Kommt die „Jürgen-Klinsmann-Straße“ oder der „Lothar-Matthäus-Weg“? Stadtrat hat entschieden

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Wie sollen die Straßen im Moosburger Neubaugebiet „Amperauen“ heißen? Die Stadträte hatten kreative Ideen.

Moosburg – Bayernfans hätten gejubelt, Löwenanhänger sich einen Hausbau wohl zweimal überlegt. Doch Jörg Kästls Vorschlag, die neuen Straßen im Moosburger Baugebiet „Amperauen“ nach DFB-Ehrenspielführern wie Jürgen Klinsmann, Philipp Lahm oder Lothar Matthäus zu benennen, hat im Stadtrat ohnehin keinen einzigen Unterstützer gefunden. 

Die Begründung des ÖDP-Rats, wonach Fußball eine lange Tradition in Moosburg habe und die Widmung verdienter Kicker – übrigens auch weiblicher wie Birgit Prinz – eine würdige Namenswahl darstelle, überzeugte offenbar niemanden. Josef Dollinger (FW) begründete die Ablehnung seiner Fraktion wie folgt: „Die Idee ist ja ganz nett. Aber ein Bezug zu Moosburg sollte schon da sein.“ Am Ende stimmte nicht einmal Jörg Kästl selbst für seinen Antrag – er war am Montag nämlich gar nicht anwesend.

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Nur wenig besser erging es seinem grünen Kollegen Alfred Wagner, der Kinder- und Jugendbuchautoren vorgeschlagen hatte (wir haben berichtet). Wagners Meinung nach hätten Straßennamen wie Erich-Kästner-Allee oder Ellis-Kaut-Weg „sofort eine positive Assoziation“ hervorgerufen. Schließlich würden die Werke dieser beliebten Schriftsteller zu den zeitlosen Klassikern gehören - und in Straßen mit ihren Namen wohne man gerne. 

Der 2. Bürgermeister warnt vor Doppelnamen

Doch auch dieser Vorschlag holte im Stadtrat keine Mehrheit. Erneut war es Josef Dollinger, der Gegenargumente lieferte: Er warne vor Doppelnamen, deren Schreibweise man als Bewohner seinem Gesprächspartner ständig erklären müsse, sagte der 2. Bürgermeister.

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Das Rennen machte am Ende der Vorschlag der Verwaltung: Mit Ausnahme der Amperaustraße, die einmal das komplette Viertel durchqueren soll, will man die Straßen nach heimischen Blüten- und Wildsträuchern benennen: Holunderweg, Feuerdornstraße, Veilchenweg, Sanddorn- und Oleanderstraße. Das passe zu den Straßennamen im benachbarten Neubaugebiet „Georg-Schweiger-Straße“, wo es bereits Namen wie die Ginsterstraße gebe. Der Beschluss fiel einstimmig.

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