Vorfall in Erding mit Folgen

Übler Streich: Buben (13, 14) „schießen“ auf König von Thailand

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Maha Vajiralongkorn (64) wurde am 1. Dezember zum König von Thailand ausgerufen. Gekrönt und vereidigt werden  soll er aber erst 2017 nach Ablauf der Trauerzeit.

Sie ahnten wahrscheinlich nicht, wer der Radler ist, auf den sie da mit ihren Softair-Pistolen ballerten. Nun hat ihr „Streich“ vielleicht ernste Folgen für zwei junge Burschen.

Erding - Thailands zukünftiger König Maha Vajiralongkorn (64) mag Bayern und ist hier gerne mal mit dem Rad unterwegs. Bei einer abendlichen Tour wurde der Herrscher über 68 Millionen Menschen aber im Erdinger Stadtteil Bergham das Ziel zweier Lausbuben.

Als er gegen 22.30 Uhr über die Straße „Am Lindenhain“ im Erdinger Stadtteil Bergham fuhr, ballerten die 13 und 14 Jahre alten Burschen mit ihren Softair-Pistolen los, wie die Bild-Zeitung berichtet. Die Plastikkügelchen trafen die Radler im Dunkeln. Laut der Bild wurde Rama X. am Rücken getroffen, seine Personenschützer riefen die Polizei.

Thailands zukünftiger König radelt gerne.

„Wir haben die Kugeln gefunden und konnten die Spielzeugwaffen, erlaubnisfreie Softair-Waffen, sicherstellen“, zitiert die Zeitung einen Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord. Nun liegt der Fall bei der Staatsanwaltschaft Landshut. Der König verzichtete offenbar auf eine Anzeige, dennoch muss sich der 14-Jährige eventuell wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung verantworten. Der 13-Jährige dagegen ist strafunmündig.

Auf den Knien kredenzen seine Diener dem König nach der Radltour Getränke und ein Handtuch.

Maha Vajiralongkorn Bodindradebayavarangkun wurde nach dem Tod seines Vaters König Bhumibol Adulyadej am 1. Dezember 2016 zum neuen König von Thailand ausgerufen. Gekrönt und vereidigt werden soll er aber erst 2017 nach Ablauf der Trauerzeit. Seit dem Militärputsch in Thailand im Jahr 2014 wurden schon mehr als 100 Menschen wegen Majestätsbeleidigung verhaftet. Kritiker werfen der herrschenden Militärregierung vor, das Gesetz zu nutzen, um Oppositionelle ins Gefängnis zu bringen.

Er ist des öfteren in der Region unterwegs. Meistens mit einem regelrechten Radl-Tross, rund um Murnau oder in Eschenlohe, wo er sich auch schon im Gasthof Brückenwirt verköstigen ließ. Dagegen ins Oberland bricht der 64-Jährige meist von Tutzing aus auf, wo er am Starnberger See eine Villa für zehn Millionen Euro sein Eigen nennt.

hs

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