Von und nach München

Streik! Hunderte Flüge gestrichen

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Lufthansa-Maschinen stehen am Flughafen München

München - Die Lufthansa hat für den Vormittag fast alle innereuropäischen und -deutschen Flüge von und nach München gestrichen. Das sind mehr als 240 Verbindungen! Insgesamt dürften sogar 500 Flüge ausfallen.

Die Gewerkschaft Verdi hatte die Lufthansa-Beschäftigten zu einem flächendeckenden Warnstreik aufgerufen. Sie will Druck ausüben – schließlich ist für Freitag die zweite Verhandlungsrunde über die Tarifgehälter von rund 33 000 Lufthanseaten angesetzt, darunter vor allem Boden- und Serviceeinheiten. Die Fronten sind verhärtet: Verdi verlangt 5,2 Prozent mehr Geld und Schutz vor Entlassungen – die Lufthansa u.a längere Arbeitszeiten.

Die größte Kundgebung soll am Flughafen Frankfurt stattfinden. „In München gehen wir von 300 Streik-Teilnehmern aus“, sagte Verdi-Sprecher Ulrich Feder. Die Streikenden treffen sich ab sieben Uhr im Terminal 2.

Lufthansa-Streik: Viele Flieger bleiben am Boden

Lufthansa-Streik: Hunderte Flüge gestrichen

Wann geht’s für Reisende dann weiter? „Wir rechnen damit, dass ab 12 Uhr wieder alles normal läuft“, sagte Bettina Rittberger, Sprecherin der Lufthansa. Praktisch alle Flüge zwischen fünf und 12 Uhr hat die Lufthansa bereits am Donnerstag gestrichen. Wegen fehlender Hinflüge kann es aber auch bei Flügen am Nachmittag zu Verspätungen oder Ausfällen kommen. Betroffene Fluggäste können sich im Internet unter www.lufthansa.com über den Status ihres Fluges informieren. Inlands-Reisenden rät die Lufthansa, auf die Deutsche Bahn auszuweichen. Flugtickets können entweder online oder am Flughafenschalter in Bahntickets umgewandelt werden (mehr Infos im Internet unter www.lufthansa.de).

Bei Streik: Ihre Rechte als Passagier

Bei Streik: Ihre Rechte als Passagier

„Wir beobachten die Situation. Falls es nötig wird und wir die Möglichkeit dazu haben, werden wir zusätzliche Züge einsetzen“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Dagegen sollen Langstreckenflüge von München sowie von Frankfurt und Düsseldorf nach Möglichkeit stattfinden, teilte die Lufthansa mit.

Zuletzt hatten im vergangenen September die Flugbegleiter den bislang härtesten Streiktag in der Geschichte der Lufthansa mit über 1000 Flugausfällen verursacht.

Tobias Scharnagl

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