Es war ja sein Parkplatz

Provokant: Mann parkt Auto ein und geht kochen

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Privatparkplatz-Besitzer können unangenehm werden (Symbolbild).

Gilching - Drei Stunden hämmerte ein VW-Fahrer an die Wohnungstür eines 42-jährigen Gilchingers, der sein Auto eingeparkt hatte. Der kochte gerade und wollte nicht aufmachen. Die Verweigerung kostet ihn nun 1800 Euro.

Weil er mit seinem Mercedes einem Volkswagen derart den Weg verstellte, dass ein Ausparken erst nach Stunden möglich war, muss der 42-jährige Gilchinger nun tief in die Tasche greifen. Richterin Christine Conrad verhängte eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen à 30 Euro für den Lagerarbeiter und betonte: „Auch wenn man sich über jemanden ärgert, kann man so etwas nicht machen.“

Dass im vergangenen Sommer ein VW auf dem Parkplatz vor seinem Gilchinger Anwesen stand, behagte dem Angeklagten keineswegs. Er schritt zur Gegenwehr und stellte seinen Mercedes derart vor dem VW, dass dessen Besitzer den Parkplatz drei Stunden lang nicht verlassen konnte. Obwohl der Betroffene beim Angeklagten klingelte und diesen bat, den Platz zu räumen, blieb der 42-Jährige hart. „Da stand Privatparkplatz dran. Er hat mich beleidigt und bedroht und mir fast die Tür eingetreten“, brachte der Gilchinger zu seiner Verteidigung vor.

Aus der Polizeiakte ist zu entnehmen, dass der Angeklagte gerade in seiner Küche zu Gange war, als der VW-Halter bei ihm klingelte. Offenbar wollte er sich beim Kochen nicht stören lassen und übte sich in Langmut. Erst als ein anderes Fahrzeug wegfuhr, gelang es dem VW-Fahrer mühsam, über den Gehsteig sein Fahrzeug auszuparken.

Seine renitente Haltung kam dem 42-jährigen Gilchinger vor Gericht ebenso wenig zu Gute wie sein gut beschriebenes Vorstrafenregister. „Da heißt es Kochplatte ausmachen und Auto wegfahren, aber zackig“, so die unmissverständliche Ansage von Richterin Conrad.

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