Lawinenabgänge in den Chiemgauer Alpen - verschüttete Personen vermutet

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Zwei S-Bahnen lahmgelegt

Landkreis München: Das ist die Bilanz des schweren Sturms am Donnerstag

Sturmtief Zubin ist heftig über den Landkreis gefegt: Etliche Bäume stürzten um und der Strom fiel aus. Übel traf es die Pendler in der S2.

Landkreis - Sturmtief Zubin hat die Feuerwehren im Landkreis München am Donnerstagmorgen auf Trab gehalten. Bis 12 Uhr verzeichnete die Einsatzzentrale der Feuerwehr rund 100 Einsätze, verteilt im gesamten Landkreis. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, aber umgestürzte Bäume auf Straßen und Bahngleisen machten nicht nur Einsatzkräften zu schaffen. Sie legten auch die S-Bahnen lahm und sorgten für Verkehrschaos.

Stamm rammt S2 bei Heimstetten 

Heftig erwischt hat es einen Zug der S2 Richtung München: Kurz nach dem Bahnhof Heimstetten prallte einer von zwei in die Gleise ragenden, umgestürzten Bäumen gegen die Bahn. Der Zug kam 100 Meter später zum Stehen. Die Frontscheibe der S2 hatte einen großen Sprung, verletzt wurde niemand. „Es hat einen mächtigen Schlag gegeben“, berichtet Merkur-Leser Christian Rumpel. Der Streckenabschnitt musste gesperrt werden. Um 8.31 Uhr rückte die Feuerwehr Heimstetten an. Unzählige Pendler mussten mit Großraumtaxis befördert werden. Nach einer halben Stunde hatten die 13 Einsatzkräfte die beiden Stämme entfernt. „Die S-Bahn konnte trotz der gesprungenen Scheibe weiterfahren und die Fahrgäste zur nächsten Haltestelle bringen“, sagte der stellvertretende Kommandant Markus Böhmfeld. Der Schienenersatzverkehr blieb aber bestehen, bis der Streckenabschnitt um 11.15 Uhr wieder von der Bahn freigegeben wurde. 

S7 schleift Baum bei Pullach mit

Erhebliche Probleme gab es auch auf der Strecke der S7 bei Pullach. Um 8.47 Uhr wurde die Feuerwehr Pullach gerufen, weil auch dort umgestürzte Bäume in die Gleise ragten. Einen erwischte die S-Bahn und schleifte ihn mit. Der Zug konnte nicht weiter fahren, die Bahnstrecke wurde auch dort gesperrt. Die Bahn richtete einen Schienenersatzverkehr mit Taxis zwischen Höllriegelskreuth und Großhesselohe ein. Die Feuerwehrkräfte entfernten die Bäume und säuberten den Streckenabschnitt. Etwa eine Stunde benötigten die 16 Retter um Kommandant Harald Stoiber. Aus Sicherheitsgründen blieb der Abschnitt bis 12.45 Uhr gesperrt.

Baugerüst knickt in Unterföhring um

In der Nacht knickte in der Bahnhofstraße in Unterföhring ein mehrere Meter hohes, privates Baugerüst durch den starken Wind ein. Das Gerüst fiel in Richtung Straße, blieb aber kurz vor der Fahrbahn liegen. Auf den Baustellen der Gemeinde und der Volkshochschule in der neuen Ortsmitte wurden einige Bauzäune umgeweht und teilweise verbogen. Der After-Work-Weihnachtsmarkt am S-Bahn-Kreisel wurde ebenfalls kräftig durchgewirbelt. Die zugeklappten Schirme und Tische wurden aus der Verankerung gerissen und flogen laut einer Facebook-Userin „wie Papierschirmchen“ durch die Luft. Zudem fällte die Freiwillige Feuerwehr Unterföhring einen entwurzelten Baum an der Münchner Straße.  

700 Haushalte in Ismaning ohne Strom

Ein Blitzeinschlag ließ am Morgen etwa 700 Haushalte und Betriebe in Ismaning im Dunkeln sitzen. Wie die Bayernwerk AG mitteilte, wurde die erste Störung um 7.31 Uhr ermittelt. Ein Blitz war bei der Umschaltstation am Busbahnhof Peterhof, Erdinger Straße, eingeschlagen. Hauptsächlich betroffen waren neben der Erdinger Straße die Mayerbacherstraße und die Bruckmairstraße. Um 8.25 Uhr waren alle Haushalte wieder mit Strom versorgt. 

Feuerwehr muss an der M 11 aufräumen

 Fünf quer über die Straße liegende Bäume entfernte die Feuerwehr Oberhaching am Morgen an der M11 in Richtung Lanzenhaar und an der Dietranszeller Straße in Richtung Oberbiberg. Unfälle oder größere Verkehrsprobleme gab es trotz der Bäume und Aufräumarbeiten aber nicht.

Sebastian Schuch

Rubriklistenbild: © Feuerwe hr

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