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Schwimmer im Starnberger See von Motorboot überfahren: Leiche geborgen

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Von: Tanja Kipke, Sophia Oberhuber, Tobias Gmach

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Ein Aufgebot suchte seit Sonntag nach einem verunglückten Schwimmer im Starnberger See. Er wurde von einem Motorboot erfasst. Nun wurde die Leiche geborgen.

Update vom 3. August, 16.50 Uhr: Es war ein sonniger Ausflug auf den Starnberger See, der in einem schrecklichen Drama endete. Ein 32-jähriger Münchner wurde am Sonntagnachmittag von einem Motorboot überfahren und ging sofort unter (wir berichteten). Nach tz-Informationen konnte die Polizei den Leichnam des Münchners am Mittwochnachmittag aus dem Wasser bergen und identifizieren.

„Im Verlauf der mehrtägigen, intensiven Suche konnte ein lebloser Körper in etwa 25 Metern Wassertiefe geortet und am heutigen Nachmittag durch Taucher einer Spezialfirma in Zusammenarbeit mit der Wasserwacht und der Wasserschutzpolizei Starnberg geborgen werden“, heißt es dazu in der Pressemitteilung der Polizei.

Ein 64-Jähriger fuhr am Sonntag mit seinem Boot über den See. Zur gleichen Zeit entfernte sich ein 32-Jähriger von seinem Schlauchboot, auf dem sich laut Polizei vier bis fünf weitere Personen befanden, um Schwimmen zu gehen. Auf Höhe des Badestrandes Kempfenhausen übersah der Bootsfahrer den Schwimmer und überfuhr ihn. Der Münchner ist sofort untergegangen. Seine Begleiter wählten den Notruf. Daraufhin begann die großangelegte Suche – unter anderem mit Helikopter, Tauchern, Spürhunden und Sonargeräten.

Drei Tage nach dem Bootsunfall hat die Polizei den Leichnam des Mannes nun gefunden. Mit der Suche war inzwischen ein Spezialfirma beauftragt worden, „die den Mann detektiert und geborgen hat“, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord mitteilte. Die Identität des Körpers ist laut dem Polizeisprecher bestätigt.

Zur Klärung der Todesursache ordnete die Staatsanwaltschaft München II eine Obduktion des Leichnams an. Diese hat die Ermittlungen aufgenommen – aktuell nicht wegen eines konkreten Vorwurfs, sondern im Rahmen einer Vorermittlung. Das teilte ein Sprecher mit. Das Motorboot wurde sichergestellt und ein unfallanalytisches Gutachten angeordnet.

Schwimmer im Starnberger See von Motorboot überfahren: Leiche geborgen

Update vom 3. August, 16.24 Uhr: Die Polizei hat den Körper des vermissten 32-jährigen Münchners, der nach einem Bootsunfall am Sonntagnachmittag im Starnberger See untergegangen ist, geborgen und identifiziert. Das teilte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord gegenüber der tz mit. Ein 64-Jähriger übersah den Schwimmer und überfuhr ihn mit seinem Motorboot. Die großangelegte Suche – unter anderem mit Helikopter, Tauchern, Spürhunden und Sonargeräten – ging etwa drei Tage.

Update vom 3. August, 10.12 Uhr: Auch heute geht die Suche nach dem vermissten Schwimmer im Starnberger See weiter. Ab 10 Uhr sei wieder der Einsatz von Tauchern im See geplant, sagt ein Polizeisprecher gegenüber der dpa. „Die Suche wird genauso fortgeführt wie gestern“.

Inwieweit den Bootsführer juristisch eine Schuld treffen kann, ist derzeit noch in der Klärung. Ein Experte sei am Dienstag vor Ort gewesen, um ein Gutachten zum Hergang des Unfalls zu erstellen. Dessen Ergebnisse müsse man zunächst abwarten, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch.

Update vom 2. August, 15.56 Uhr: Die Suche nach dem vermissten 32-jährigen Münchner im Starnberger See war auch am Dienstag nicht erfolgreich. Das Motorboot, mit dem der Mann am Sonntagnachmittag überfahren worden war, kehrte auf den See zurück. Der von der Staatsanwaltschaft beauftragte Gutachter fuhr damit herum. „Er hat ein paar Manöver gemacht, um unter anderem auszuprobieren, wie schnell das Boot zum Stillstand gebracht werden kann“, berichtete Michael Graf, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord.

Schwimmer im Starnberger See vermisst: Suche am Dienstag erfolglos

Der Unfall hatte sich auf Höhe des Badegeländes Kempfenhausen, etwa 500 Meter vom Ostufer entfernt, ereignet. Der Schwimmer war in einer Gruppe mit Schlauchboot-Begleitung unterwegs, als er vom Motorboot eines 64-Jährigen erfasst wurde. Die Frage, ob der Fahrer mittlerweile von der Kripo vernommen wurde, konnte Graf nicht beantworten. Auch andere Details zu den begonnenen Ermittlungen nannte er nicht.

Ein von der Polizei beauftragter Tauchdienst aus München begann am Dienstag um 8.30 Uhr, mit Spürhunden auf dem Wasser zu suchen. „Sie nehmen aufsteigende Gase und damit auch menschliche Körper wahr. Sie schlagen aber auch bei Gasen, die von Wasserpflanzen stammen, an“, erklärte Graf. Im Anschluss daran habe die Spezialfirma mit einem Sonarboot, das Schalltechnik nutzt, gesucht. „Wenn das dann auf einen verdächtigen Gegenstand stößt, werden Taucher ins Wasser geschickt“, so Graf. Dies sei bis Dienstagnachmittag noch nicht der Fall gewesen. Wie lange die Suche noch fortgesetzt wird, konnte der Polizeisprecher nicht sagen. „Zwei, drei Tage aber schon noch.“

Update vom 2. August, 15.40 Uhr: Tag drei der Suche nach dem vermissten Schwimmer im Starnberger See ist erfolgslos beendet worden. Die unter Wasser aufgenommenen Bilder hätten auf den ersten Blick nichts Bemerkenswertes gezeigt, die Aufnahmen würden aber am Abend noch einmal auf größeren Bildschirmen genauer ausgewertet, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord.

Schwimmer im Starnberger See von Motorboot überfahren: Suche vorerst erfolglos beendet

Das mit einer Sonarboje und Tauchrobotern ausgestattete Boot hatte auch Spürhunde an Bord. „Ein toter Körper sendet spezielle Gerüche aus. Die Hunde sind in der Lage, die Gerüche wahrzunehmen, auch wenn sie im Wasser den Körper verlassen“, schilderte der Polizeisprecher den Grund. Schlügen die Tiere an, käme an jener Stelle die mit Unterwassermikrofonen ausgestattete Sonarboje zum Einsatz, und es würden Bilder bis hinunter zum Seegrund gemacht.

Update vom 2. August, 10.10 Uhr: Die Suche nach einem vermissten Schwimmer am Starnberger See geht in die nächste Runde: am heutigen Dienstag mit einem speziellen Boot. Dieses ist mit Sonargerät und Tauchrobotern für die Suche in größerer Tiefe ausgestattet. An Bord seien auch Personenspürhunde, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord gegenüber der dpa.

Trotz einer großangelegten Suche mit rund 100 Rettungskräften fehlt von dem verunglückten Münchner seit Sonntag jede Spur. Am Montag hatte die Wasserschutzpolizei das ganze Areal noch mal abgesucht, allerdings ohne Erfolg.

Update vom 1. August, 22.19 Uhr: Die Suche nach dem vermissten Schwimmer musste auch am Montag erfolglos abgebrochen werden (siehe voriges Update). Unfälle dieser Art würden laut Wasserwacht sehr selten passieren, da das Fahren von Motorbooten streng reglementiert ist. Zu brenzligen Situationen komme es laut der Bayerischen Seenschifffahrt aber immer wieder. So gefährlich ist es auf den oberbayerischen Seen.

Update vom 1. August, 16.03 Uhr: Trotz einer großangelegten Suche mit rund 100 Rettungskräften fehlt von dem untergegangenen Münchner seit Sonntag jede Spur. „Es wird jetzt das Verhalten des Bootsführers geprüft, wir haben aber keine konkreten Anhaltspunkte für Fehlverhalten wie Alkohol oder ähnliches“, äußert sich eine Polizeisprecherin gegenüber der dpa.

Suche nach vermisstem Schwimmer wieder eingestellt - Verhalten von Bootsführer wird geprüft

Der 64-Jährige habe am Unfalltag derart unter Schock gestanden, dass zunächst keine Vernehmung möglich gewesen sei. Inzwischen wurde das Motorboot von der zuständigen Staatsanwaltschaft München II sichergestellt. Am Montag begann ein Experte mit den Arbeiten an einem unfallanalytischen Gutachten. „Unfallhergang und Unglücksursache müssen wir erstmal ermitteln“, betonte die Polizeisprecherin. Dies könne eine Weile dauern.

Update vom 1. August, 15.16 Uhr: Die Suchaktion nach dem vermissten Schwimmer musste am Nachmittag ergebnislos abgebrochen werden. Wie eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord auf Anfrage mitteilt, wird am Dienstagmorgen ab 7 Uhr das Sonarboot einer privaten Bergungsfirma aus dem Landkreis Starnberg zum Einsatz kommen.

Update vom 1. August, 13.16 Uhr: Noch immer fehlt von dem vermissten Schwimmer im Starnberger See jede Spur. „Gleich heute Morgen wurde die Suche auf dem See fortgesetzt“, bestätigt Michaela Grob, Pressesprecherin vom Polizeipräsidium Oberbayern Nord auf Merkur-Nachfrage.

Schwimmer im Starnberger See vermisst: Sonar-Boot soll am Dienstag zum Einsatz kommen

Während am Sonntag bis in die Dunkelheit hinein ein Großaufgebot an Tauchern, Hunderettungsstaffel und Hubschrauber vor Ort war, findet die heutige Suche ausschließlich vom Boot aus statt. „Hier ist die Wasserschutzpolizei Starnberg im Einsatz“, weiß Grob, „bisher allerdings ohne Erfolg.“

Sollte der Münchner im Laufe des Tages nicht gefunden werden, kommt am frühen Dienstagmorgen ein spezielles Sonar-Boot auf dem See zum Einsatz. Mithilfe von Sonar können durch ausgesandte Schallimpulse Objekte aufgespürt werden. Durch den Schall, den diese Objekte selbst aussenden, kann deren Entfernung bestimmt werden.

Die Kripo Fürstenfeldbruck hat inzwischen die Ermittlungen übernommen. Bereits seit Sonntag ist ein Kriseninterventionsteam im Einsatz, welches Angehörige und die Bootsinsassen betreut.

Update vom 1. August, 11.08 Uhr: Nach wie vor läuft die Suche nach einem vermissten Schwimmer im Starnberger See auf Hochtouren. Der 32-jährige Münchner war - nach Aussagen von Freunden - am Sonntagnachmittag von einem Motorboot überfahren worden und sofort untergegangen.

„Eine Personensuche unter Wasser ist immer von gewissen Unwägbarkeiten geprägt“, erklärt die am Einsatz beteiligte Kreiswasserwacht Starnberg gegenüber der dpa. „So lässt sich der Ort, an dem eine Person untergegangen ist, nur sehr schwer konkret lokalisieren, selbst wenn man sich unmittelbar an dieser Stelle befand.“

Vermisstensuche im Starnberger See: Wasserwacht erklärt Vorgehen

Wind und Wellen trieben ein Boot rasch davon, ebenso fehlten Fixpunkte zur Orientierung. „Zudem führen mögliche Strömungen dazu, dass Untergegangene gar nicht senkrecht nach unten sinken, sondern unter Umständen viele Meter weit weggetrieben werden. Dadurch lässt sich der abzusuchende Bereich nur sehr schwer abschließend festlegen.“

Acht Taucher suchten am Sonntagnachmittag nach dem verunglückten Schwimmer. Am Montag geht es weiter.
Acht Taucher suchten am Sonntagnachmittag nach dem verunglückten Schwimmer. Am Montag geht es weiter. © Dagmar Rutt

Nach Angaben der Wasserwacht stoppte der Fahrer des Motorbootes sofort und half bei der Suche nach dem Vermissten. Dem Polizeipräsidium lagen zunächst aber keine weiteren Informationen über den Unfallhergang und etwaige Aussagen des Bootsführers vor.

Update vom 1. August, 06.33 Uhr: Die Suche nach dem von einem Motorboot überfahrenen Münchner (32) im Starnberger See wird am heutigen Montag fortgesetzt. Die Wasserschutzpolizei Starnberg hat währenddessen die Ermittlungen zum Unfallhergang übernommen. Die zuständige Staatsanwaltschaft München II ordnete die Sicherstellung des Motorbootes und ein unfallanalytisches Gutachten an.

Suche nach vermisstem Schwimmer: „Werden ihn nicht mehr lebend finden“

Update vom 31. Juli, 21.35 Uhr: Die Suche nach dem vermissten Schwimmer musste am Starnberger See wegen der Dunkelheit abgebrochen werden. „Wir müssen leider davon ausgehen, dass wir ihn nicht mehr lebend finden“, sagt Wasserwacht-Sprecher Jauch. Bei dem Vermissten handelt es sich um einen 32-Jährigen aus München. Der Schwimmer sei von mehreren Bekannten in einem Schlauchboot mit mehreren Metern Abstand begleitet worden.

Der Fahrer eines Motorboots übersah den Schwimmer und überfuhr ihn, woraufhin dieser sofort unterging. „Obwohl die Bekannten und auch der Motorbootführer sofort stoppten, konnten sie ihn nicht mehr finden.“ Rund 100 Einsatzkräfte suchten mehrere Stunden nach dem Mann, darunter acht Rettungstaucher, sowie die Hundestaffel der DLRG, eine Unterwasserdrohne, ein Hubschrauber. Auch mit Sonar habe man gesucht, jedoch ohne Erfolg. Am Montag werde man weitersuchen.

Mit rund 60 Einsatzkräften sucht die Wasserwacht im Starnberger See nach der verunglückten Schwimmerin.
Mit rund 60 Einsatzkräften sucht die Wasserwacht im Starnberger See nach dem verunglückten Schwimmer. © Dagmar Rutt

Großer Einsatz am Starnberger See: Suche nach Verunglücktem blieb erfolglos

Update vom 31. Juli, 20.35 Uhr: Wasserwacht-Sprecher Jauch erklärt auf Merkur-Nachfrage, man habe bisher bei der Suche noch immer keinen Erfolg gehabt. Zwischenzeitlich sei auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz gewesen, die Sicht ins Wasser sei schon jetzt nur noch begrenzt möglich. Daher suchen die Einsatzkräfte auch mit Sonars sowie Hunden, die dafür trainiert sind. Bei Dunkelheit werde man die Suche nicht weiterführen können. „Das bringt leider nichts“, sagt er.

Update vom 31. Juli, 19.22 Uhr: Die große Suchaktion im Starnberger See läuft weiterhin auf Hochtouren. Bei der verunglückten Person handelt es sich nach Informationen der Wasserwacht um einen 32 Jahre alten Schwimmer. Zuvor war von einer Frau die Rede gewesen, die Wasserwacht korrigierte jetzt ihre Angaben. Nach mehreren Stunden Suche konnte der Mann noch nicht gefunden werden. Er wurde offenbar von einem Motorboot überfahren (siehe Erstmeldung).

Starnberger See: Große Suchaktion nach verunglücktem Schwimmer

Erstmeldung vom 31. Juli, 17.30 Uhr: Kempfenhausen - Ein Schwimmer wurde am Sonntagnachmittag im Starnberger See von einem Motorboot überfahren. Der Mann sei sofort untergegangen. Das berichtete der Starnberger Wasserwacht-Sprecher Oliver Jauch. Der Unfall ereignete sich seinen Angaben nach etwa um 14.45 Uhr und geschätzt 200 bis 300 Meter vom Kempfenhausener Ufer entfernt. Der Mann sei in einer Gruppe mit anderen neben einem Begleit-Schlauchboot hergeschwommen, als sie das Motorboot erfasste.

Weitere Details – etwa zu Herkunft und Alter des Schwimmers und seine Begleiter – sind noch unklar. Es läuft eine große Suchaktion (Stand 18 Uhr) – unter anderem mit acht Tauchern sowie der Unterwasserdrohne und Suchhunden der DLRG Pöcking-Starnberg. Es seien rund 60 Einsatzkräfte mehrerer Rettungsorganisationen involviert, hieß es am frühen Abend. Jauch nannte ohne Anspruch auf Vollständigkeit die Wasserwachten aus Starnberg, Wolfratshausen, Tutzing, Feldafing und Ammerland sowie die Kreiswasserwacht, das Kriseninterventionsteam und die Bereitschaft des BRK, die Berufsfeuerwehr aus München und die Freiwillige Feuerwehr Starnberg.

Ein ähnlich großes Aufgebot an Wasserrettern hatte es bereits am Samstag auf dem See gegeben – allerdings aus einem völlig anderen Grund. Sie sorgten beim Starnberger-See-Schwimmen für Sicherheit und zogen ein Dutzend erschöpfte Schwimmer aus dem Wasser.

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