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"Sucht mich nicht. Ich bin im Ausland"

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Fritz Mörtl

München - 1982 ist der Andechser Fritz Mörtl verschwunden. Bis heute konnte die Polizei den Vermisstenfall nicht klären. Nun, nach 29 Jahren, scheint es grausige Gewissheit zu geben.

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Es sind die letzten Worte im Leben des Fritz Mörtl: „Ich sterbe noch heute. Sucht mich nicht.“ Danach verschwindet er für immer! Die bewegenden Zeilen – sie stammen aus dem Abschiedsbrief, den der Andechser Landwirt am 20. November 1982 schreibt. Da ist er 41 Jahre alt, hinterlässt Haus und Hof. Vermacht der Gemeinde 17 Hektar Land. Die Polizei kann den mysteriösen Vermisstenfall aber nie aufklären. Bis heute.

Fritz Mörtl

Nun, nach 29 Jahren, scheint es in Andechs grausige Gewissheit zu geben: Fritz Mörtel beging Selbstmord. Starb einsam im Wald, in einem dunklen Betonschacht. Tief unter der Erde. Holzfäller fanden sein Skelett am Mittwoch bei Waldarbeiten und riefen die Polizei. Die Obduktion der Leiche ergab: Das Skelett gehört zu einem etwa 40-jährigen Mann, der einen österreichischen Pass bei sich trug – Mörtls Heimat. „Viele Indizien lassen darauf schließen, dass es sich um Fritz Mörtl handelt“, heißt es von der Polizei. Zwei forensische Gutachten sollen jetzt Gewissheit bringen und die Todesursache klären.

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Mörtls Tod – er gibt noch heute Rätsel auf. War er krank? Hatte er Feinde? Tatsache ist: Er ahnte sein Ableben, schrieb zum Abschied: „Ich habe Krebs und Schmerzen, kann nicht mehr.“ Und: „Ich sterbe noch heute.“

Seine Nachbarn und Freunde in Andechs fordert er auf: „Sucht mich nicht. Ich bin im Ausland.“ Kurios: Auch sein Grundstück (7000 Quadratmeter) schenkte er der Gemeinde Andechs – für den Sozialen Wohnungsbau. Heute steht dort ein Haus für Behinderte. „Fritz war ein sehr sozialer Typ“, sagt Rathaus-Geschäftsführer Maximilian Pänzinger (55). Aber auch sehr einsam. Frau und Kinder hatte er nicht. Verwandte und Geschwister schließt Mörtl vom Erbe aus – ihre Ansprüche „sind nichtig“, erklärt er im Testament. Er schied im Streit!

A. Thieme

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