Einschränkungen

Südostbayernbahn: Fahrgäste von alten Zügen frustriert

München - "Schäbige Sitze, beschädigte Kopflehnen und weniger Sitzplätze": Die Komfort-Einschränkungen bei der Südostbayernbahn dauern an.

In einem Newsletter hatte die Südostbayernbahn (SOB) im Dezember noch verständnisheischend angekündigt, dass vorübergehend einzelne Züge zwischen München und Mühldorf mit alten Doppelstockwaggons verkehren würden. „Vom 21. bis 24. Dezember aus betrieblichen Gründen“, zitiert der Dorfener Anzeiger die Deutsche Bahn. 

Doch die angeblich nur vorübergehenden Komfort-Einschränkungen dauern an, bemängelt Bahnpendler Michael Wengler. Er prangert in einem kritischen Internet-Blog seit 2007 die Pendlerleiden bei der SOB an. Denn die ursprünglich eingesetzten Doppelstockwagen wurden nach Nordrhein-Westfalen verlegt, wo die Bahn nach einer gewonnenen Ausschreibung modernes Material einsetzen muss, das mit Tempo 160 fahren kann. 

Auf der Strecke von Mühldorf nach München ärgern sich die Fahrgäste nun laut Michael Wengler über „schäbige Sitze, beschädigte Kopflehnen und weniger Sitzplätze“. Die Bahn widerspricht und räumt lediglich optische Mängel „von außen gesehen“ ein. Neue Waggons seien bestellt, der Hersteller könne aber nicht liefern. Die sechs ausgeliehenen Wagen würden bis Ende Februar wieder zurück nach Bayern kommen. Zudem versprach die SOB schon im Dezember, dass alle Züge nach München mit Doppelstockwagen fahren können. 

Darüber hinaus bemängelt Michael Wengler, dass es in den letzten Wochen vermehrt zu Zugausfällen, Verspätungen und technischen Problemen gekommen sei. „Wir fühlen uns als Kunden zweiter Klasse!“ Kein anderes privates Bahnunternehmen in Bayern würde sich eine derartige Vorgehensweise und Umgang mit den Kunden leisten. 

Die ganze Geschichte bei Merkur.de.

Anton Renner

Rubriklistenbild: © Deutsche Bahn AG

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