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Küken „Netto“ schlüpft aus Supermarkt-Ei

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Von: Tobias Gehre

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Vogelpapa Gerhard Wendl beherbergt jetzt mit „Netto“ (groß, im Vordergrund) ein Supermarkt-Küken.
Vogelpapa Gerhard Wendl beherbergt jetzt mit „Netto“ (groß, im Vordergrund) ein Supermarkt-Küken. © Weber

In Olching ist ein ganz besonderes Küken geschlüpft. „Netto“ stammt aus einem Supermarkt-Ei. Dass das Küken leben darf, verdankt es einem großen Zufall.

Olching – Eigentlich dürfte es dieses Mini-Huhn gar nicht geben. Doch „Netto“ lebt sein noch junges Leben in vollen Zügen, tollt mit seinen Geschwistern umher und erkundet seine Umgebung. Zu verdanken hat „Netto“ seine Existenz dem Olchinger „Vogelpapa“ Gerhard Wendl.

Aus „Supermarkt-Ei schlüpft Küken: „Netto“ durch Zufall ausgebrütet

Der begrüßt in seiner Vogelrettungsstation in Olching immer wieder Kinder aus dem Familienstützpunkt Gröbenzell. Um ihnen zu zeigen, wie Hühnerküken aussehen, griff Wendl zu einer List. Er erkor Zwerg-Cochin-Henne Eulalia aus, für Nachwuchs zu sorgen. Damit deren Eier nicht kaputt gehen, bis Eulalia ihre endgültige Brutposition eingenommen hat, tauschte sie Wendl gegen Eier vom Discounter aus.

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Hühner-Dame Eulalia bebrütet Supermarkt-Ei - und Küken „Netto“ schlüpft tatsächlich

Als klar war, dass Eulalia bereit für die Brut war, schob Wendl der Hühner-Dame wieder ihre eigenen Eier unter – und nahm jene aus dem Supermarkt wieder aus dem Nest. Eines muss er dabei aber übersehen haben. Und genau dieses muss auch befruchtet gewesen sein. Denn aus den sieben eigenen und einem Fremd-Ei schlüpften acht Küken.

Den endgültigen Beweis fand der Vogelpapa, als Eulalia ihr Nest verließ und eine zerbrochene Schale mit Stempel zum Vorschein kam. Zudem sieht Küken Netto anders aus als seine Geschwister. Im Gegensatz zu den Zwerg-Cochin-Hennen, auch bekannt als rollende Federbälle, kommt Netto als normale Legerasse daher. Seinen Namen hat das Küken vom Discounter Netto, in dem es als Ei verkauft wurde. Für Netto war es das große Los. Jetzt darf es den Rest seines Lebens auf Wendls Areal genießen – und als Botschafter seiner Art fungieren.

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