Tatort Heimstettener See

Wird dieser Sextäter endlich weggesperrt?

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Tatort Heimstettener See: Hier lockte der unbelehrbare Sexualstraftäter Walter M. im Mai 2011 ein kleines Mädchen in sein Boot. Dem 66-Jährigen droht die Sicherungsverwahrung.

München - 2011 lockte Walter M. am Heimstettener See ein Mädchen (4) in sein Schlauchboot und missbrauchte es. Jetzt geht es vor Gericht darum, ob der heute 66-Jährige in Sicherungsverwahrung muss.

Drei Jahre ist es her – da wurde ein kleines Mädchen (4) in einem Schlauchboot missbraucht. Der heute 66-jährige Medienberater Walter M. aus Neubiberg hatte es am Heimstettener See in sein Boot gelockt! 2012 wurde der unbelehrbare Wiederholungstäter dafür zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Die von der Staatsanwaltschaft beantragte Sicherungsverwahrung lehnte das Gericht damals ab – doch der Bundesgerichtshof kassierte die Entscheidung. Von diesem Montag an wird deshalb erneut über die nachträgliche Sicherungsverwahrung verhandelt. Wird der Sex-Täter jetzt für immer weggesperrt?

Walter M. ist sechs Mal einschlägig vorbestraft

Bereits in erster Instanz vor dem Landgericht München I sahen die Ankläger die Voraussetzungen für die Unterbringung nach der Strafverbüßung als gegeben: Sechs Mal einschlägig vorbestraft und nicht folgsam, was die richterliche Weisung betraf. Denn tatsächlich hätte sich M. der Badestelle noch nicht mal nähern dürfen. Wie der Münchner Merkur berichtet, hatte er sich seit 1975 immer wieder an Kindern vergangen, saß jahrelang im Gefängnis. Dennoch lehnte das Landgericht die Sicherungsverwahrung mit der Begründung ab, dass die Regelung nur bei extrem gefährlichen Straftätern angewandt werden dürfe. Die sexuelle Manipulation des Kindes, das nicht schwimmen konnte, mitten auf dem See, wollte das Gericht offenbar nicht so hoch einstufen. Jetzt wird der Fall erneut aufgerollt – fünf Verhandlungstage sind bis Juni angesetzt.

Seine Schlauchboot-Attacke hatte der Medienberater damals mit dem Rückfall in alte Verhaltensmuster begründet. Das Boot sei für eine Tour auf dem Isarkanal gedacht gewesen. Doch dann landete der 66-Jähre doch auf dem See – verbotenes Terrain für ihn. Die Mutter bemerkte das Verschwinden ihrer Tochter zunächst nicht, schwamm dann aber rasch hinterher und befreite ihr Kind aus den Fängen dieses Mannes. Andere Badegäste hielten Walter M. bis zum Eintreffen der Polizei fest. Die Freundin der Mutter verpasste dem 66-Jährigen vorher noch eine Watschn.

Angela Walser

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