Teilnehmer waren mit Schrott-Autos unterwegs

Zu gefährlich: Polizei zieht drei Rallye-Fahrzeuge aus dem Verkehr

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Mit solchen Fahrzeugen gingen die Rallye-Teilnehmer an den Start.

Sie sollten mit ihren Schrott-Fahrzeugen eine Strecke von über 2500 Kilometern bewältigen. Doch für mehrere Teilnehmer einer besonders verrückten Rallye endete das Abenteuer - zumindest als Fahrer -  bereits auf einem Parkplatz in Taufkirchen.

Es war eine offizielle und von der Regierung von Oberbayern genehmigte Motorsportveranstaltung, aber auch eine besonders ungewöhnliche: Am Montagmorgen trafen sich laut Polizei über 400 Niederländer auf dem Airbus-Firmenparkplatz an der Hugo-Junkers-Straße, um an einem sogenannten Carbage Run teilzunehmen. Wichtigstes Merkmal der Fahrzeuge: Sie dürfen nur einen maximalen Zeitwert von 500 Euro haben und müssen mindestens 15 Jahre alt sein.

Um sicherzustellen, dass nur verkehrssichere Fahrzeuge teilnahmen, kontrollierten 13 Beamte der Verkehrspolizei die Rostlauben vor der Abfahrt. Dabei wurde auch die Fahrtauglichkeit der Fahrer überprüft. Ein 28-Jähriger musste zur Blutentnahme, da bei ihm der Verdacht bestand, dass er Drogen genommen hatte. Da er in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat, musste er eine Sicherheitsleistung hinterlegen, bevor er als Beifahrer die Fahrt fortsetzen konnte.

Insgesamt wurden 16 Fahrzeuge mit niederländischen Zulassungen beanstandet, weil sie nicht verkehrssicher waren. Da alle Fahrer im Alter zwischen 22 und 64 Jahren aus den Niederlanden kamen, mussten sie vor Ort Bußgelder in Höhe von bis zu 250 Euro entrichten. Die Verkehrssicherheit der Autos konnte teilweise vor Ort wiederhergestellt werden. Am Großteil der beanstandeten Fahrzeuge waren scharfkantige Anbauteile angebracht, die man zum Teil wieder entfernen konnte. Ein technischer Sachverständiger befand zudem drei Fahrzeuge für verkehrsunsicher. Diese Rostlauben wurden aus dem Verkehr gezogen. Die Fahrer mussten, wollten sie weiter an der Rallye teilnehmen, auf andere Fahrzeuge umsteigen.

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