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An der S-Bahn

Junge Männer schießen auf 16-Jährigen - Polizei hebt ihr Waffen-Arsenal aus

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Softairwaffen sehen echten Waffen zum verwechseln ähnlich.

Mit einer Softairwaffe haben Jugendliche in Taufkirchen auf einen 16-Jährigen geschossen. Die Polizei hat die Täter jetzt gefasst - und ein ganzes Waffenarsenal gefunden. 

Taufkirchen - Bei der Hausdurchsuchung bei einem der Täter in Taufkirchen, einem 19-jährigen Kosovaren,  hat die Polizei nicht lange gefackelt. Der Verdächtige, den sie aufgeschreckt hatten, hatte ein Gewehr, ein Messer und einen Baseballschläger neben dem Bett liegen. Beamte stießen den 19-Jährigen aufs Bett und fesselten ihn. Das Gewehr war eine Softair-Waffe, die nur Plastikkügelchen verschießt, sieht einer scharfen Waffe aber täuschend ähnlich.  Da gehen die Polizisten kein Risiko ein. „Für die Einsatzkräfte ist das immer eine besondere Herausforderung“, sagt Wolfgang Hauner.

Auslöser des Einsatzes war ein Angriff auf einen 16-Jährigen am  S-Bahnhof Taufkirchen. Nachdem er mutmaßlich mit einem Plastikgeschoss am Kopf getroffen worden war, flüchtete der Jugendliche nach Hause. Der Junge war nicht verletzt worden, da seine Mütze und Kapuze den Aufprall gedämpft hatten. Seine Mutter rief anschließend die Polizei. Dank der Videoaufnahmen am Bahnsteig, die zeigen, wie zwei junge Erwachsene auf den 16-Jährigen schießen, überführte die Bundespolizei mittlerweile die Täter vom 20. November 2017: einen 19-Jährigen aus dem Kosovo, der mit einer Softairpistole geschossen hat, und einen 18-jährigen Deutschen in seiner Begleitung. Beide wohnen bei ihren Eltern in Taufkirchen, wie auch ihr Opfer. 

Bei einer Hausdurchsuchung am Dienstag stellte die Bundespolizei die mutmaßliche Tatwaffe, eine Softairpistole Walter P99, die einer echten Waffe zum verwechseln ähnlich sieht, fest. Die Polizisten staunten nicht schlecht, als sie gleich ein ganzes Arsenal an Softairwaffen fanden. Darunter fanden sich unter anderem eine Gas- sowie Softairpistolen, ein Softairgewehr, eine Softairmaschinenpistole, mehrere Zubehörteile sowie mehrere tausend Schuss Softairkugeln und 15 Gewehrpatronen, vermutlich Leucht- oder Platzmunition sowie ein Baseballschläger. Derzeit ermittelt die Polizei, wie die jungen Erwachsenen an die zahlreichen Waffen gekommen sind. 

Die Bundespolizei warnt dringend davor, öffentlicch mit Softairwaffen herumzufuchteln. Da diese echten Waffen täuschend ähnlich sehen, kann die Situation bei einem Polizeieinsatz schnell eskalieren. Erst recht bei einer Hausdurchsuchung sollte man sich von derartigem Schießgerät fernhalten. Das weiß der junge Kosovare jetzt.    

Den 18-jährigen Deutschen und den 19-jährigen Kosovaren übergab die Bundespolizei nach einer Befragung wieder in die Obhut ihrer Eltern.

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