Einsatzkräfte riegeln Gegend ab

Polizeieinsatz in Tegernseer Rosenstraße: Ladeninhaber hatte eine Maschinenpistole - LKA nennt Details

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War versperrt: der Eingang zur Rosenstraße.

Mehrere Einsatzwagen. Beamte mit Pistole im Anschlag und Sturmmasken. Das Zentrum von Tegernsee war am Montag Schauplatz eines SEK-Einsatzes. Das LKA nennt Hintergründe.

Update, 20. November, 14.19 Uhr: Ladeninhaber handelte offenbar mit Maschinenpistole

Tegernsee - Das Bayerische Landeskriminalamt nennt nun Details zu dem spektakulären SEK-Einsatz in der Tegernseer Rosenstraße: Demnach ermittelte die Staatsanwaltschaft München II, Sachgebiet Waffenhandel, schon länger gegen den fraglichen Geschäftstreibenden in der Rosenstraße. 

Beim Zugriff am Montag (siehe unten) stellte ein Spezial Einsatzkommando eine vollautomatischen Schusswaffe sicher und nahm zwei tatverdächtige Männer fest. Offenbar haben die Beamten das Treffen zu den Verkaufsverhandlungen in dem fraglichen Laden in der Rosenstraße abgewartet, bevor sie den Einsatz starteten.

Käufer und Verkäufer, ein 70-Jähriger und ein 78-Jähriger, trafen sich demnach in der Rosenstraße. Einer davon war der Ladeninhaber. 

LKA nimmt Geschäftstreibenden in Rosenstraße in Tegernsee fest - er hatte eine UZI

Die beiden hatten laut LKA eine vollautomatische Maschinenpistole in Tirol besorgt und wollten diese in Deutschland weiter verkaufen. 

Bei dem geplanten Verkauf der Schusswaffe nahmen schließlich gegen 15 Uhr Beamte des Spezial Einsatzkommandos (SEK) zusammen mit den ermittelnden Beamten des BLKA die beiden Beschuldigten widerstandslos fest. 

Neben der Maschinenpistole der Marke UZI konnten auch 40 Schuss der dazugehörigen Munition sichergestellt werden. Die beiden tatverdächtigen Männer werden heute dem Ermittlungsrichter beim Polizeipräsidium München vorgeführt. Ihnen wird der vorsätzliche unerlaubte Erwerb in Tateinheit mit vorsätzlicher unerlaubter Einfuhr von Kriegswaffen zur Last gelegt. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Ursprüngliche Meldung von 19. November, 15.04 Uhr

Tegernsee – Szenen fast wie in einem Gangsterfilm haben sich am Montagnachmittag in der Rosenstraße in Tegernsee abgespielt. Kurz vor 15 Uhr tauchten mehrere Polizisten in Zivil auf, parkten ihre Wagen so, dass niemand in die Straße mit ihren vielen Läden einfahren konnte und drangen in ein Geschäft ein. 

Sie wollten offenbar ihrer Aufgabe nachkommen, ohne gestört zu werden. Als Staatsbeamte waren die mit Sturmmaske ausgestatteten Polizisten nicht zu identifizieren. Folglich erreichten auch die Wiesseer Polizei Anrufe. Die bestätigte dann, dass es sich um einen Polizeieinsatz unter Beteiligung der Kripo Miesbach handelte. Mehr konnten die Wiesseer nicht sagen, zuständig sei das Landeskriminalamt, dessen Pressestelle war nach Einsatzende nicht mehr besetzt war.

Augenzeugen berichten davon, dass ein Ladeninhaber in Handschellen abgeführt wurde. Offenbar stellten die Beamten auch umfangreich Beweismaterial sicher. Mancher Ladeninhaber schloss eingeschüchtert sein Geschäft, bis der Spuk vorbei war.

dak/kmm

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