Telefon-Terror: 28 anonyme Anrufe in einer Nacht

Landkreis - Monatelang wurden sechs Mitarbeiter einer Seefelder Firma durch nächtlichen Telefonterror um den Schlaf gebracht. Bis zu 28 anonyme Telefonanrufe in einer einzigen Nacht.

Ein 31-jähriger ehemaliger Kollege aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck musste sich dafür vor Gericht verantworten.  Der 31-Jährige hatte einen Strafbefehl wegen Nachstellung erhalten. Eine Geldstrafe in Höhe von 8100 Euro hätte er bezahlen sollen. Sein Einspruch dagegen endete nun am Brucker Amtsgericht aber mit Erfolg. Der Chemiker wurde nicht verurteilt: Wenn er 900 Euro bezahlt hat wird sein Verfahren eingestellt.

Der 31-Jährige war im Herbst 2008 bei der Seefelder Firma gekündigt worden, Unfrieden im Betrieb, wurde ihm vorgeworfen. Dass er wenig später einen früheren Kollegen angerufen hatte, räumte der 31-Jährige auch ein. Weitere Anrufe aber wies er weit von sich. Er habe gar nicht die Telfonnummern der anderen Kollegen besessen.

Die Kollegen aber waren überzeugt, dass es nicht bei dem einen Anruf geblieben ist. Zum einen war nicht nur bei dem einen, sondern auch bei weiteren Anrufen die Telefonnummer des Anrufers auf dem Display sichtbar, erst später war die Nummer unterdrückt.

Ohne ein psychiatrisches Gutachten über den Angeklagten einzuholen, wollte Richter Martin Ramsauer über den 31-Jährigen dann kein Urteil fällen. Gleichzeitig hielt der Richter es aber für unverhältnismäßig, wegen „einer solchen Geschichte ein Gutachten einzuholen". Das Verfahren wurde eingestellt.

sus 

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