Schwarze Rauchsäule

Feuerinferno: Großbrand in Eching - mehrere Bewohner nun obdachlos

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Die Tennishalle des SC Eching steht lichterloh in Flammen.

Bei einem Inferno ist die Tennishalle des SC Eching bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Der Schaden geht in die Millionen, mehrere Personen sind nun obdachlos.

Eching – Die Tennishalle des SC Eching ist am Sonntag einem Inferno zum Opfer gefallen. Im Vollbrand stehend, konnte das Großaufgebot von Feuerwehren aus der Region die weitgehend aus Holz bestehende Dachkonstruktion nur noch kontrolliert abbrennen lassen – und eine Ausbreitung der Flammen auf die benachbarte Wohnbebauung, die angrenzende Tennisheim-Gastronomie sowie den Kindergarten Sternschnuppe verhindern. Am Gebäude entstand Totalschaden, die Polizei geht von einem Millionenbetrag aus.

Ganz Eching und Umgebung wurden am Muttertag in den Nachmittagsstunden jäh aus dem sonnigen Frühjahrstag gerissen: durch die vielen Martinshörner der Einsatzwagen, aber auch von der dunkelgrau bis pechschwarzen Rauchsäule, die sich mitten aus dem Ort über 100 Meter in den weißblauen Himmel schraubte. „Mein erster Gedanke war, hoffentlich brennt es nicht bei uns zu Hause“, sagte ein junger Familienvater und Anwohner der Garchinger Straße, der vom Echinger See herbeigeeilt war.

Wie Kreisbrandinspektor Helmut Schmid berichtete, wurde die Feuerwehr Eching gegen 16 Uhr alarmiert. Da sich der Brand nach dem Eintreffen rasant ausgebreitet habe, sei die Alarmstufe erhöht worden – am Ende hätten rund 100 Kräfte aus Eching und Umgebung gegen die Flammen gekämpft. Schmid: „Da das Hydrantennetz bei so einem Großbrand meist nicht ausreicht, haben wir noch Schlauchleitungen vom Echinger See angefordert.“ Die positive Nachricht: „Gleich am Anfang war klar, dass sich keine Personen im Gebäude aufhalten“, sagte Schmid. Während des Feuers und auch im Anschluss waren die Anwohner aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Schlimm erwischt hat es die Mieter des direkt an die Halle angrenzenden Wohnbereichs. Die Brandschutzwand hat laut 2. Bürgermeister Otmar Dallinger zwar offenbar die Flammen abgehalten, „aber wohnen kann man dort nun nicht mehr“. Die Betroffenen wurden von der Gemeinde in einem Hotel untergebracht – „bis wir eine Lösung finden“, so Dallinger.

Die Aufklärung der Brandursache, die am Abend noch völlig unklar war, ist nun Sache der Kripo. Wie es mit den Überresten der erst 2014 modernisierten Halle weitergeht, darüber werde man in den Abendstunden entscheiden, sagte Kreisbrandinspektor Schmid. „Eventuell müssen wir einen Teilbereich einreißen.“

von Armin Forster und Ulrike Wilms

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