In Mammendorf

Mann droht gleich zweimal mit Bombe - Einsatzkräfte stürmen Zug

Mammendorf - Infolge einer Bombendrohung gegen den Münchner Hauptbahnhof hat die Polizei am Samstagabend einen Zug in Mammendorf angehalten und durchsucht.

Nach einer Bombendrohung am Münchner Hauptbahnhof stürmt die Polizei auf der Suche nach einem Verdächtigen einen Zug in Mammendorf. Mehr hier http://bit.ly/1PDE3St

Posted by Fürstenfeldbrucker Tagblatt on Samstag, 2. Januar 2016

Es müssen aufregende Szenen gewesen sein, die sich Reisenden und Anwohnern am Abend am ansonsten eher beschaulichen Bahnhof Mammendorf an der Strecke München-Augsburg dargeboten haben: eine massiv bewaffnete geschlossene Einheit der Polizei hielt einen Zug an und durchsuchte Wagon für Waggon. Der Mann, der die Drohung ausgesprochen hatte, saß angeblich in dem Zug in Richtung Augsburg, so lautete die Info der Polizei. Doch die Beamten wurden nicht fündig. Möglicherweise hatte der Verdächtige den Zug schon vor Mammendorf wieder verlassen.

Wie es zu dem Einsatz kam

Am Samstag gegen rief ein bislang unbekannter Täter beim Polizeinotruf an und teilte mit, dass es eine Bombe in München gäbe. Danach beendete er das Gespräch. Kurze Zeit später wiederholte er diesen Anruf.

Die Einsatzzentrale konnte die Anrufe zu öffentlichen Fernsprechern im Hauptbahnhof zurückverfolgen. Daraufhin konnte mit Hilfe der Bundespolizei mit den Kameras am Hauptbahnhof eine Person als möglicher Bedroher identifiziert werden. Diese Person stieg in einen Regionalexpress ein und verließ damit den Hauptbahnhof.

Im Bahnhof Mammendorf wurde dieser Zug angehalten und Einsatzkräfte der Münchner Polizei, des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord und der Bundespolizei wurden zum Bahnhof geschickt, um den Zug nach dem Täter zu durchsuchen. Bis zum Eintreffen der Polizei stand der Zug mit geschlossenen Türen im Bahnhof. Bei der polizeilichen Absuche, die gegen 18.00 Uhr beendet war, konnte der Täter nicht festgestellt werden. Danach konnte der Zug seine Fahrt fortsetzen.

Die Münchner Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen einer Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten aufgenommen. Die Münchner Polizei werde auch weiterhin konsequent gegen Personen vorgehen, die vermeintliche schwere Straftaten androhen und dadurch erheblich das Sicherheitsgefühl der Münchner Bevölkerung beeinträchtigen könnten, heißt es im Pressebericht.

Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 4, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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Rubriklistenbild: © FFB Tagblatt

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