Thai-Prinz kauft seinen Jet frei

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Thailands Kronprinz Maha Vajiralongkorn

Bangkok - Seiner Königlichen Hoheit langt’s offensichtlich: Thailands Kronprinz will seine in München beschlagnahmte Boeing 737 selbst auslösen. Offiziell wird das diplomatischer formuliert.

Um endlich wieder mit seinem Jet vom Münchner Airport abheben zu können, will Thailands Kronprinz jetzt 20 Millionen Euro aus seiner Privatschatulle locker machen, um die Kaution für die gepfändete Boing 737 zu bezahlen. Offiziell wird das diplomatischer formuliert: Maha Vajiralongkorn wünsche nicht, dass die Beziehungen zwischen Deutschland und Thailand länger unter der Angelegenheit litten, ließ sein Büro mitteilen.

Der Fuhrpark des thailändischen Kronprinzen

Der Fuhrpark des thailändischen Kronprinzen

Der Prinzen-Jet war am 12. Juli am Münchner Flughafen beschlagnahmt worden, um eine millionenschwere Forderung aus dem Insolvenzverfahren des Baukonzerns Walter Bau gegenüber Thailand einzutreiben. Die spektakuläre Aktion verärgerte die thailändische Regierung. Deren Vertreter betonten, dass das Flugzeug zum Privatbesitz der Königlichen Hoheit zähle. Der Insolvenzverwalter sieht das anders: Er geht davon aus, dass die Maschine, die die Hoheitszeichen der Luftwaffe trägt, Eigentum der thailändischen Regierung ist.

Klären muss diese Frage nun das Landgericht Landshut, das auch die Kaution in Höhe von 20 Millionen Euro für die Boeing 737 (geschätzter Wert 50 bis 75 Millionen) festlegte. Allerdings wird eine Entscheidung nicht vor Mitte September erwartet.

Die thailändische Regierung war nicht bereit, das Geld beim Landgericht zu hinterlegen. Der Kronprinz hatte sich derweil ein zweites Flugzeug einfliegen lassen. Damit sei er in den vergangenen Tagen regelmäßig unterwegs gewesen, sagte ein Flughafensprecher. Die baugleiche versiegelte Maschine stehe derweil in einem Hangar. Parkgebühr, laut Flughafensprecher, 600 Euro am Tag. Ob dafür der thailändische Staat oder der Prinz aufkommt, wollte der Sprecher nicht verraten.

tz

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