Große Ankündigung

Therme Erding: Erneut riesiger Ausbau geplant

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Therme Erding (Archivfoto)

Die Therme Erding, die größte Wellnessanlage der Welt, feiert 20. Geburtstag. Und präsentiert gleich die nächsten Ausbau-Pläne - Rutschen-Fans dürfen sich freuen.

Erding – Die Therme Erding wird 20 – und beschenkt sich selbst. Beim Festakt kündete Inhaber Jörg Wund an, einen zweiten Rutschenpark bauen zu wollen – mit 12 Röhren in einem neuen Gebäude östlich des Thermen-Hotels Victory. 2022 könnte das nächste Kapitel der Geschichte der weltweit größten Wellness-Anlage aufgeschlagen werden.

Therme Erding wird 20 - und präsentiert neue Mega-Ausbaupläne

Dschungel soll das Motto des Galaxy 2.0 lauten – also nicht nur neue Röhren, sondern wieder viele Palmen und tropische Pflanzen drum herum. Prokurist Marcus Maier hat auch die Idee einer Side Wheel noch nicht aufgegeben, einer Art Riesenrad-Rutsche. „Zwei Größere, wie es sie in Europa noch nicht gibt, sind schon unser Ziel“, meinte Maier. Zudem gehe der Trend klar in Richtung Reifenrutschen.

Beim Festakt, bei dem sich der angekündigte Ministerpräsident Markus Söder von Sozialministerin Kerstin Schreyer vertreten ließ, schwärmte Wund von der Erfolgsgeschichte der Therme, die am 3. Oktober 1999 unter damals einer einzigen Kuppel begonnen hatte. Heute seien es 1,8 Millionen Besucher im Jahr, allein im Sommer wurden 204 000 Gäste gezählt.

Die Zukunft im Blick: Die Therme Erding will auf dem Areal des östlichen Parkplatzes ein zweites Rutschenparadies realisieren (r.). Das Erste, das Galaxy (l.), ging 2007 in Betrieb, nur wenige Wochen nach der Saunaeröffnung, die die Therme zur größten Wellnessanlage der Welt machte.

Therme Erding: Bedeutung reicht weit über Erding hinaus

Wund lobte die Voraussicht des damaligen Landrats Xaver Bauer und von Bürgermeister Karl-Heinz Bauernfeind, mit seinem Vater Josef ein Wellnessbad voranzutreiben – oft gegen Widerstände.

Schreyer sprach von einer „Erfolgsgeschichte, an die anfangs nicht jeder geglaubt hat“. Die Therme habe eine Bedeutung weit über die Region hinaus. Sie stehe für das „Tourismusland Bayern“ und sei mit 1000 Beschäftigten ein nennenswerter Arbeitgeber. „Ich finde es toll, dass es hier Angebote für jede Generation gibt“, ein echtes Familienbad.

„Man muss gar nicht vom Münchner Flughafen in den Urlaub fliegen, es gibt ein Angebot vor der Haustür“, sagte Ministerin Schreyer. Diesen Gedanken griff wenig später Oberbürgermeister Max Gotz auf, der Gründer Josef Wund zitierte, in den Südseeurlaub müsse man nicht mehr fliegen. Für Gotz ist die Therme nicht nur deswegen ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch wegen der nachhaltigen Geothermie.

Dabei waren die Therme Erding anfangs nur ein Nebenprodukt, als in den Tiefen Erdings warmes Wasser gefunden wurde.

Therme Erding: Stadt sieht Ausbaupläne positiv

Der OB versicherte, die Stadt werde weitere Ausbaupläne positiv begleiten, „weil wir wissen, was wir an der Therme haben“. An die Landespolitiker beim Festakt, darunter Ulrike Scharf, appellierte er, die Stadt beim Ausbau der Infrastruktur auf Schiene und Straße zu unterstützen. Nachdem Gotz von den neuen Rutschenplänen gehört hatte, wurde er politisch und verwies auf die seiner Meinung nach schädlichen Pläne der Grünen, den Flächenverbrauch landesweit zu deckeln. Das gefährde auch so wünschenswerte Vorhaben wie das Galaxy 2.0.

Therme Erding: Galaxy 2.0 soll kommen - ein Paradies für Rutschen-Fans

Landrat Martin Bayerstorfer attestierte der Familie Wund „großen Unternehmermut“. Was geschaffen wurde, sei beeindruckend. Er wies aber auch auf die Rolle der Politik hin: „Ohne Landrat Xaver Bauer sowie die Bürgermeister Gerd Vogt und Karl-Heinz Bauernfeind gäbe es heute weder die Geothermie noch die Therme.“ Sie sei es, die Erding neben dem Weißbräu international bekannt mache. Seither boome der Tourismus im Landkreis mit zuletzt über einer Million Übernachtungen.

Baden gegangen sind die „Väter“ der Therme nur für die Fotografen (v. l.): Josef Wund, Bürgermeister a. D. Karl-Heinz Bauernfeind, Altlandrat Xaver Bauer und Jörg Wund bei der Eröffnung am 3. Oktober 1999.

Wund berichtete, dass die Wasserfläche mit 185 000 Quadratmetern heute dreimal so groß sei wie vor 20 Jahren. Nun stünden aber die ersten Komplettsanierungen in der Ursprungstherme an – nach 25 Millionen Gästen. Für jede Erweiterung benötige man jetzt zusätzlichen Grund. Es sei gelungen, die Therme zu einem Ganzjahreserlebnis zu machen. Die Sommerpartys zuletzt mit Nico Santos seien legendär.

Nicht alle Besucher der Therme verhalten sich friedlich. So rastete kürzlich ein Betrunkener aus

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