Größte Erweiterung seit Eröffnung

Das wird neu in der Therme Erding

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Die Therme Erding soll größer werden.

Erding - Die größte Erweiterung der Therme Erding seit der Eröffnung 1999 steht bevor. Die konkreten Pläne erhielten von den Stadträten weitgehend Grünes Licht. Die Investoren Josef und Jörg Wund möchten so schnell wie möglich starten.

Die Therme Erding mit ihrem Rutschenpark Galaxy, der weltweit größten Saunalandschaft und dem Thermalbad steht kurz davor, sich zu einem eigenen Stadtteil zu entwickeln. Der eigens für die Erweiterung aufgestellte Bebauungsplan beschäftigte am Dienstag den Planungs- und Umweltausschuss des Stadtrates. Das Projekt selbst wurde mit Ausnahme von Herbert Maier (Grüne/„Das ist mir zu gigantisch.“) nicht in Frage gestellt. Lediglich die Vielzahl von oberirdischen Stellplätzen wurde kritisiert.

Die Familie Wund möchte sich familienfreundlicher aufstellen. Robert Geiß von einem Memminger Consulting-Büro erläuterte das neue Konzept, „das nicht so sehr darauf abstellt, immer mehr Besucher anzulocken, sondern den Gast durch ein verbreitertes Angebot länger zu halten“. Die gesamte Anlage, so das Credo, soll künftig Familien mit Kindern zur Verfügung stehen, die nicht textilfrei baden wollen. Die Saunawelt bleibt Rückzugsort für ruhebedürftige und Erholung suchende Gäste.

Dieser Wandel, so Geiß, mache mehrere Neubauten erforderlich. Kurzfristig umgesetzt werden sollen ein Wellenbad für Jugendliche („Wild Ocean“), eine Rutschenwelt für die Kleineren („Young Galaxy“), eine komplett neue, größere und hochwertigere Saunawelt („Vital-Therme“) sowie ein Tagungs- und Konferenzzentrum. Das Galaxy-Hotel im Stil der MS Victory von Lord Nelson ist vom Bauausschuss vorige Woche bereits genehmigt worden. Es soll noch heuer eröffnet werden.

Mittelfristig geplant sind Wasser-Villen als exklusive Nächtigungsmöglichkeit, Erweiterungskapazitäten für das Hotel, ein Wohnheim fürs Personal, eine Erweiterung des Camper-Parks um 90 Plätze sowie die Bereitstellung von familiengerechten Pensionszimmern auf dem benachbarten Gersthof.

Stadtbaumeister Sebastian Henrich und Oberbürgermeister Max Gotz (CSU) verwiesen darauf, dass die Erweiterung nicht mehr, wie ursprünglich geplant, in südlicher Richtung erfolge, sondern in nordwestlicher. Wichtigste Achse bleibt die Thermenallee, die auf Höhe der Kreuzung mit der Kreisstraße ED 17 (alte B 388) einen Kreisverkehr erhält.

Nach Angaben Henrichs wird die Itzlinger Straße aus dem Thermenareal herausgeholt und an den westlichen Rand verlegt. Geiß ergänzte, dass zwischen bestehender Therme und der ED 17 ein neuer See geplant sei, der an die Vital-Therme angrenzt. „Dort entstehen ebenso Ausgleichsflächen, wie durch die Verlegung des Itzlinger Grabens“, so Geiß. Auch erwähnte er neue Radwegeverbindungen in Richtung Bergham, Altenerding und Itzling.

Auf Expansion setzt in diesem Zusammenhang auch der Beschaffer des Thermalwasser, der Zweckverband Geowärme. Dessen Geschäftsführer Alois Gabauer erklärte, es müsse nicht nur eine bestimmte Wasserreserve vorgehalten werden: „Wie benötigen wegen des höheren Wasserabsatzes auch eine weitere Wärmepumpenanlage sowie ein Blockheizkraftwerk.“

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Zur Stellplatzfrage erklärte Planer Geiß, in der Endausbaustufe stünden drei Parkhäuser zur Verfügung. Die Parkharfe an der Thermenallee werde großzügig erweitert. Das missfiel unter anderem den Stadträten Petra Bauernfeind (UWE), Horst Schmidt (SPD) und Hermann Schießl (CSU). Grundsätzlich erntete Wund aber Zustimmung zu seinem Vorhaben.

Zum Fortgang erklärte Gotz: „Nun brauchen wir die städtebaulichen Verträge, dann kann es losgehen.“ Erste Vorarbeiten laufen bereits, südlich der Therme sind die Baumaschinen schon aufgefahren.

Hans Moritz

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