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S-Bahn-Unglück bei München: Wohnung von Zugführer durchsucht - Ermittlungen dauern an

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Von: Veronika Mahnkopf

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Nach dem schweren S-Bahn-Unglück am Montag werden am Freitag die Bergungsarbeiten fortgesetzt. Eine Frage beschäftigt die Ermittler besonders. Lesen Sie alle neuen Infos hier im Ticker.

Update vom 21. Februar, 13.45 Uhr: Eine Woche nach dem tragischem S-Bahn-Unglück in Schäftlarn arbeitet die Polizei immer noch an der Aufarbeitung. Dafür sucht sie weiterhin nach Zeugen. In einer aktuellen Pressemitteilung heißt es: „Für die weiteren Ermittlungen ist es nach wie vor äußerst wichtig mit allen Passagieren, die sich in den beiden S-Bahnen aufgehalten hatten, in Kontakt treten zu können.“

Jeder der zum Zeitpunkt des Unfalls in einer der beiden Züge war und seine persönlichen Daten noch nicht an die Polizei weitergegeben hat, soll sich umgehend mit der sachbearbeitenden Dienststelle in Verbindung zu setzen. „Insbesondere auch wenn sie Verletzungen davongetragen haben.“ Hinweise zum Unfallhergang sollen bitte dem Unfallkommando an der Tegernseer Landstraße 210 in München gegeben werden. Die Beamten sind unter der Telefonnummer (089) 62 16 33 22 zu erreichen.

Update vom 18. Februar, 10.03 Uhr: Die Aufarbeitung des S-Bahn-Unglücks von Schäftlarn dauert an. Während die Ermittler Zeugen befragen und Datenberge durcharbeiten, wird an der Unfallstelle im Landkreis München weiter aufgeräumt. Bis in den Abend hinein waren die Trupps am Donnerstag bei Wind und Regen mit der Bergung der Züge beschäftigt. Am Freitag sollten die Arbeiten fortgesetzt werden.

S-Bahn-Unglück in Schäftlarn: Bergung und Ermittlungen dauern an

Feuerwehr und Technisches Hilfswerk halfen erneut. Wie lange die Arbeiten dauern werden und wann S-Bahnen hier wieder fahren, steht nicht fest. Erst wenn die Züge abtransportiert sind, könnten die Schäden begutachtet und behoben werden, hieß es von der Deutschen Bahn.

Unterdessen konzentrieren sich die Ermittlungen nach dem S-Bahn-Zusammenstoß zunehmend auf ein auf Rot stehendes Haltesignal - und auf einen der Triebwagenführer. Der 54-Jährige, der noch schwer verletzt im Krankenhaus behandelt wird, habe vermutlich ein Haltesignal überfahren, erläuterten Ermittler. Es sei aber noch zu früh zu sagen, ob es sich dabei um menschliches oder technisches Versagen gehandelt habe.

S-Bahn-Unglück in Schäftlarn: Warum versagte Sicherungssystem?

Der Triebwagenführer des S-Bahnzuges aus Wolfratshausen war am Bahnhof Ebenhausen-Schäftlarn Richtung München losgefahren, obwohl die verspätete S-Bahn aus München noch auf der eingleisigen Strecke war. Warum ein Sicherungssystem die Fahrt nicht stoppte, ist offen. Die Ermittlungen werden Wochen, vielleicht auch Monate dauern.

Update vom 17. Februar, 19.17: Im Verlauf des Tages liefen die Bergungsarbeiten weiter. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, versuchten Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks mit einem Spezialkran die Züge zu bergen. Die Bäume rundherum mussten größtenteils abgeschnitten werden, zusätzlich wurden die Oberleitungen abmontiert. Die Bergungsarbeiten wurden dabei von dem Orkan erschwert.

Update vom 17. Februar, 11.55 Uhr: S-Bahn-Unglück nahe München: Am Donnerstag äußerten sich Polizei und Staatsanwaltschaft zum aktuellen Ermittlungsstand beim S-Bahn-Unglück in Schäftlarn. Wir haben die wichtigsten neuen Erkenntnisse zusammengefasst.

Update vom 17. Februar, 11.50 Uhr: Die Pressekonferenz ist nun beendet.

Update vom 17. Februar, 11.46 Uhr: Ob es sich um menschliches Versagen handelt oder technische Probleme, sei derzeit nicht abzusehen. Man müsse so viele Daten sichern und sichten wie bei einem Flugzeugabsturz, so Leiding.

Update vom 17. Februar, 11.45 Uhr: Einer der beiden Zugführer wird als Beschuldigter geführt, man habe noch in der Nacht des Unglücks seine Wohnung durchsucht. Er habe einen Anwalt und äußere sich aktuell nicht zum Geschehen.

S-Bahn-Unglück bei München: Viele Speichermedien sichergestellt

Update vom 17. Februar, 11.43 Uhr: Oberstaatsanwältin Anne Leiding erklärt nun den Ermittlungsvorgang. Im Einsatz sei der Gutachter, der auch das Bahn-Unglück von Bad Aibling betreut habe. Bei den Zugführern habe man nach dem Unglück Blut abgenommen, Handys wurden sichergestellt. Die Fahrdienstleiter haben am Abend einen Atemalkoholtest gemacht (es konnte kein Alkohol nachgewiesen werden), auch ihre Handys abgegeben. Auch die gesamte interne Sprachkommunikation sei sichergestellt worden.

Update vom 17. Februar, 11.42 Uhr: Die Unfallstelle sei aus polizeilicher Sicht freigegeben. Man habe zahlreiche Speichermedien sichergestellt, die nun untersucht werden müssen.

S-Bahn-Unglück nahe München: Gutachter von Bad Aiblinger-Unglück derzeit vor Ort

Update vom 17. Februar, 11.40 Uhr: Vier Menschen seien schwer verletzt, zuletzt war von sechs die Rede. Etwa 25 Fahrgäste seien bei dem Unglück verletzt worden. Das Verletzungsbild sei bei so einem Ereignis sehr unterschiedlich, deshalb sei eine genaue Zahl schwer zu sagen. Der Einsatz habe rund 800 Kräfte von Polizei, Rettung, Feuerwehr, THW gefordert. Die Zusammenarbeit sei hervorragend gewesen, obwohl es sich „um kein alltägliches Ereignis“ gehandelt habe.

Update vom 17. Februar, 11.36 Uhr: Die Pressekonferenz hat begonnen. Erster Redner ist Steffen Küpper, Leiter der Verkehrspolizei. Nach derzeitigem Stand zeigte das Signal in Richtung München rot. Dies sei der derzeitige Ermittlungsstand. „An Spekulationen möchten wir uns nicht beteiligen.“ Ein Gutachter sei derzeit vor Ort.

Schäftlarn - Für Donnerstagmittag, 11.30 Uhr, hat die Polizei München eine Pressekonferenz zum S-Bahn-Unglück vom Montag angekündigt. Die Beamten wollen die Öffentlichkeit über den aktuellen Ermittlungsstand informieren.

Nach S-Bahn-Unglück nahe München: War es menschliches Versagen?

Teilnehmen werden der Leiter der Verkehrspolizei des Polizeipräsidiums München, Leitender Polizeidirektor Steffen Küpper, und Oberstaatsanwältin Anne Leiding von der Staatsanwaltschaft München I. Im Raum steht menschliches Versagen als Ursache für das Unglück. Erhärtet wird dieser Verdacht durch ein aufgetauchtes Foto vom Tacho eines der Züge, der die Geschwindigkeit beim Aufprall zeigt.

S-Bahn-Unglück bei München: Bergung der Züge beginnt

Wie angekündigt, soll am Donnerstag auch die Bergung der zerstörten Züge starten. Die Vorbereitungen haben am Morgen begonnen. Ein Spezialkran wurde aufgebaut. Weitere Spezialfahrzeuge sind vor Ort, außerdem steht ein Notfallkran der Deutschen Bahn in Fulda auf Abruf zur Verfügung.

Nach dem schrecklichen S-Bahn-Unglück vom Montag sollen heute die Bergungsarbeiten beginnen.
Nach dem schrecklichen S-Bahn-Unglück vom Montag sollen heute die Bergungsarbeiten beginnen. © Sabine Hermsdorf

Zwei S-Bahnen der Linie S7 waren am Montagabend auf eingleisiger Strecke nahe des Bahnhofs Ebenhausen-Schäftlarn kollidiert. 95 Menschen befanden sich in den Zügen, 16 wurden verletzt, sechs davon schwer. Ein Mann starb. Überlebende schilderten die dramatischen Sekunden vor dem Aufprall.

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