Tierhasser legen Giftköder aus

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Dieser Steinmarder ist qualvoll verendet. Dieses grausame Schicksal ereilte auch einen Beagle, der im Erdinger Stadtpark Gift gefressen hatte. Noch gibt es keinerlei Hinweise auf den oder die Tierquäler.

Erding – In Erding, Moosinning und Eichenried treiben offensichtlich Tierhasser ihr Unwesen. Die ersten Kadaver wurden bereits entdeckt. Am Freitag verendete ein Hund qualvoll, nachdem er im Stadtpark einen tödlichen Giftköder gefressen hat. Aber auch Kinder sind in Gefahr.

Ein älterer Herr war am Freitag mit seinem Beagle im Stadtpark unterwegs. Im Bereich des Tiergeheges fraß der kleine Hund etwas Unbekanntes. Sekunden später lief er zur Sempt, um dort Wasser zu saufen. Danach fiel er einfach um. Sein Herrchen fuhr mit ihm in die Tierklinik nach München. Dort stellten Veterinäre fest, dass der Vierbeiner einen hochtoxischen Köder gefressen haben musste. Der Beagle verendete.

Mit Gift präparierte Eier fanden Mitglieder des Tierschutzvereins Erding in Moosinning und Eichenried.

Diese Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer unter den Hundehaltern, die im Park Gassi gehen. „Wir haben einen Labrador, die fressen auch alles. Den Stadtpark werde ich jetzt erst einmal meiden“, berichtet Heike Schmidt-Kronseder. Auch Hundehalterin Tina Hecht wurde von mehreren Hundebesitzern angesprochen. „Das ist wirklich grobe Tierquälerei. Wir werden jetzt besonders wachsam sein“, versichert die Verlegerin.

Bereits in der Woche zuvor muss möglicherweise der selbe Unbekannte in Eichenried und Moosinning gewesen sein. Dort wurden eine tote Elster und ein verendeter Steinmarder gefunden. In unmittelbarer Nähe zu den Kadavern entdeckten Mitglieder des Tierschutzvereins Erding Eierschalenreste und mehrere angestochene Hühnereier. Es handelt sich aber nicht etwa um Überbleibsel vom Osterfest. Vielmehr, so Vorsitzende Christa Manschek, wurden die Eier mit einer hochgiftigen Substanz präpariert. „Wir gehen davon aus, dass damit vor allem Füchse, Marder und Raubvögel getötet werden sollen“, ist Manschek überzeugt.

Ihre Warnung gilt auch Eltern, deren Kinder die Giftköder anfassen und so selbst Gift aufnehmen könnten. Manscheks Rat: „Beim Verdacht einer Vergiftung solltem an sofort einen Arzt aufsuchen.“ Bei der Polizei sind noch keine Anzeigen wegen Tierquälerei eingegangen, so ein Sprecher der Inspektion.

Hans Moritz

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