Am Mallertshofener See

Tierhasser legt Köder mit Klingen aus: Hund verletzt

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Der Terriermischling "Lucy" hatte beim Spaziergang einen Köder geschluckt, den ein Hundehasser mit scharfen Klingen gespickt hatte.

Oberschleißheim - Der Schreck sitzt Frank Dauenhauer (43) aus Fahrenzhausen noch in den Gliedern. Seine Hündin Lucy, ein Terriermischling, hatte am Sonntag am Mallertshofener See bei Oberschleißheim einen mit einer Klinge gespickten Wurstköder geschluckt.

„Ich wusste erst gar nicht, was geschehen war“. So schilderte Frank Dauenhauer (43) aus Fahrenzhausen die ersten Minuten, als seine Hündin Lucy (5) plötzlich am ganzen Leib zitternd aus dem Gebüsch zurückkam, in das sie zuvor geschlüpft war. Schauplatz war ein Weg am südwestlichen Ufer des Mallertshofener Sees bei Oberschleißheim. Der Pfad führt am Rand des Mallertshofener Holzes entlang. Dorthin waren der Hundebesitzer und sein Partner Roland Jauernig am Sonntag zu einem Spaziergang mit Lucy gefahren: „Wir kamen da immer mal wieder hin.“

Doch nach dem vergangenen Sonntag ist sich Daunehauer sicher: „Ab sofort fahren wir definitiv nicht mehr hin“. Er erinnert sich: „Mein Hund stand vor mir, zitterte, würgte und schluckte“, schilderte der Fahrenzhausener. Dauenhauer habe dann sofort im Gestrüpp nachgeschaut und dort Lyoner-Wurstscheiben gefunden, „die mit scharfen Klingen wie von Teppichmessern“ präpariert worden waren. Die etwa vier Zentimeter langen Klingenstücke waren in die Scheiben gesteckt worden. Frank Dauenhauer verständigte dann sofort die Polizei, die in der Folge weitere Köder einsammelte. Außerdem wurde das Gelände am See soweit als möglich abgesucht.

Inzwischen hatte der Fahrenzhausener seinen Hund in Obhut genommen und war zusammen mit seinem Lebensgefährten zurück in den Landkreis Freising in die Mintrachinger Tierklinik gefahren – und: Der Terrier-Mischling hatte tierisches Glück. In der Klinik konnten die Ärzte den Wurstköder mit einer Sonde aus dem Magen von Lucy entfernen. Der Hund wird wohl keine bleibenden Schäden davontragen, hieß es gestern im Pressebericht.

Am frühen Nachmittag des Ostermontags dann hatte Frank Dauenhauer mit seiner Lucy noch einmal einen Termin in der Tierklinik in Mintraching. Das Ergebnis der Untersuchung war zufriedenstellend: „.Es geht ihr soweit gut“.

Wolfgang Schnetz

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