Vor den Augen seiner Söhne

Familienvater (48) stirbt am Staffelsee: Neue Details zum Unglück

Vor den Augen seiner beiden kleinen Söhne ist ein Familienvater beim Baden im oberbayerischen Staffelsee ohnmächtig geworden und ertrunken. In Unterhaching konnte eine Frau gerade noch gerettet werden.

Sie wollten einen traumhaften Urlaub in Bayern genießen – doch er endete in einer schrecklichen Tragödie: Vor den Augen seiner kleinen Zwillingssöhne (9) ist ein Familienvater aus Pinneberg in Schleswig-Holstein beim Baden im Staffelsee verunglückt.

Der 48-Jährige wollte am Samstag mit seiner Frau (48) vom Strandbad in Uffing (Kreis Murnau) zu einer wenige Hundert Meter entfernten Insel schwimmen. Die Söhne begleiteten ihre Eltern auf einem Stehpaddelbrett. „Auf dem Rückweg hatte der Familienvater plötzlich Probleme und wurde ohnmächtig“, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Mit der Kraft der Verzweiflung schaffte es die Ehefrau sogar noch, ihren Mann über Wasser zu halten, bis die Wasserwacht kam. Vergebens. Der Mann starb kurz darauf im Krankenhaus. Eine Obduktion ergab, dass er eines natürlichen Todes gestorben und nicht ertrunken ist.

Ganz furchtbar hätte auch ein Bade-Drama in Unterhaching ausgehen können – doch dank der tollen Initiative von Ersthelfern und der Zusammenarbeit von Feuerwehr und Notarzt ist eine 43-jährige Frau am Freitag im Hachinger Freibad zurück ins Leben geholt worden. Der Schwimmmeister und Badegäste hatten die Frau am späten Nachmittag leblos im Wasser treiben sehen und sofort an den Beckenrand gebracht. Als Badegast war auch Franz Maier (25) von der Hachinger Feuerwehr vor Ort, der zufällig Responder-Dienst hatte und einen Defibrillator dabei hatte. Er konnte die Frau, die einen Herzschrittmacher trägt, zweimal defibrillieren, dann kamen schon die alarmierten Kollegen mit einem Gerät zur Herz-Lungen-Reanimation. die Frau wurde wiederbelebt. Glück hatte auch die Familie der Verunglückten: Frauen hatten nach der Rettungsaktion das Bad noch nach Angehörigen abgesucht und tatsächlich nach eineinhalb Stunden einen verstörten Mann und seinen Sohn getroffen, die dann erst erfuhren, was passiert war.

an/ast

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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