Heftige Diskussionen um Gerichts-Frage

Todesdrama: Wer ist zuständig?

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Bei einer Schlägerei mit einem benachbarten Brüderpaar ist der 32-jähriger Mathias K. im Juli im Moorenweiser Ortsteil Dünzelbach gestorben.

Dünzelbach – Bei einer Schlägerei mit einem benachbarten Brüderpaar ist Mathias K. (32) im Juli im Moorenweiser Ortsteil Dünzelbach gestorben. Nun wird heftig diskutiert, welches Gericht für den Fall zuständig ist.

Im Juli starb der 32-jährige Mathias K. in Dünzelbach im Kreis Fürstenfeldbruck. Er hatte Streit mit zwei Brüdern aus der Nachbarschaft. Sie verprügelten Mathias K. und drückten ihn so lange auf den Boden, bis er tot war. Zuvor soll der 32-Jährige die Brüder, einer davon Feuerwehrkommandant des Dorfes, möglicherweise attackiert haben. Nun gibt es heftige Diskussionen, vor welchem Gericht der Fall verhandelt wird. Nachdem die Brucker Kripo ihre Ermittlungen für abgeschlossen erklärt hatte, erhob die Staatsanwaltschaft München II Anklage. Sie lautet: fahrlässige Tötung. Verhandelt werden sollte am Amtsgericht Fürstenfeldbruck.

Das Höchststrafmaß für fahrlässige Tötung beträgt fünf Jahre Haft, oftmals gibt es allerdings Bewährungsstrafen. Im Amtsgericht ist man offenbar nicht glücklich über die Zustellung dieser Sache. Nachermittlungen sollen in Auftrag gegeben worden sein. Im Raum steht nun die Anklageerhebung wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Der Unterschied zur fahrlässigen Tötung: Die Körperverletzung mit Todesfolge ist ein Vorsatzdelikt und damit viel stärker strafbewehrt. Nicht unter drei Jahren Haft, so sieht es das Gesetz vor. Maximum: 15 Jahre. Bei dieser Art der Anklage wäre dann das Landgericht München II zuständig.

st

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