Toskana-Einbrecherbande geschnappt

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Die polizei rät: Vermeiden Sie Kippstellungen!

Mücnhen - Sie trieben ihr Unwesen in München und schlugen in der Dämmerung zu. Doch nun gingen die Ganoven der polizei ins Netz. Wie sie geschnappt wurden und wie Sie sich künftig schützen können:

Jetzt kommen die Dämmerungseinbrecher! Wie professionell sie vorgehen, zeigt der Fall einer Bande, die der Polizei nach jahrelangen Ermittlungen ins Netz ging: Auf das Konto der teils miteinander verwandten Täter aus der Toskana gehen seit Oktober 2010 rund 50 Einbrüche in Süddeutschland (Beute: über 4,9 Mio. Euro), darunter 25 im Raum München (vor allem Pullach, Grünwald und Bogenhausen).

Das bevorzugte Ziel: exklusive Wohnhäuser in bester Lage. Bis zu fünf Bandenmitglieder kundschafteten die Objekte oft über Tage genauestens aus, verfolgten teilweise die Bewohner. Bevorzugte Beute: hochwertiger Schmuck und Bargeld. Tresore wurden häufig noch am Tatort gewaltsam geöffnet - oder man transportierte sie ab. Teilweise wurden Alarmanlagen ausgeschaltet. Nachdem die Bande in einer Stadt mehrere Diebstähle begangen hatte, wanderte sie in eine andere Region. Um der Polizei aus dem Weg zu gehen, zog sich die Bande immer wieder in die Toskana zurück, um von dort aus neue Touren vorzubereiten.

Basislager im Raum Stuttgart

Der Anführer, ein 48-jähriger Italiener, wurde bereits seit Jahren europaweit gesucht. Er verfügte über zahlreiche falsche Papiere. Nach langwierigen Ermittlungen konnten die Münchner Fahnder im Raum Stuttgart eine konkrete Spur aufnehmen. Dort hatten die Täter ihr Basislager eingerichtet. Bevor sie zuschlagen konnten, griff die Polizei zu. Fünf Tatverdächtige wurden festgenommen, der Anführer und zwei verwandte Täter (21 und 27) sind nun in bayerischen Gefängnissen, die Staatsanwaltschaft bereitet die Anklage vor.

Die Polizei rät: Lassen Sie Wohnung oder Haus beim Verlassen nicht gänzlich unbeleuchtet und die Rollos nie alle unten. Bitten Sie andere Personen, ab und zu Licht zu machen oder die Rollos zu verändern. Schließen Sie alle Fenster und Türen. Vermeiden Sie Kippstellungen! Verschließen Sie Keller- und Haustüren. Bitten Sie Nachbarn, die Post aus dem Briefkasten zu holen. Beobachten Sie Ihr Umfeld aufmerksam. Melden Sie verdächtige Personen, Fahrzeuge und Geräusche sofort unter der Notrufnummer 110.

nba

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