Blut klebte an ihren Schnäbeln

Tote Krähen bei Holzkirchen gefunden - es gibt einen schrecklichen Verdacht

Eine Frau macht einen grausigen Fund bei Holzkirchen. Zwei tote Krähen liegen in der Wiese. Ihre Schnäbel waren mit Blut verklebt. Ein schlimmer Verdacht macht sich breit.

Holzkirchen – Nach den Giftköder-Vorfällen in Otterfing schaut Barbara Meder, Vorsitzende des Tierschutzvereins Holzkirchen, sehr genau in die Landschaft, wenn sie ihren Hund Gassi führt. Prompt machte sie jetzt zwischen Holzkirchen und Roggersdorf eine traurige und verdächtige Entdeckung: Zwei tote Rabenkrähen. „Sie haben aus dem Schnabel geblutet“, berichtet Meder, „andere Verletzungen waren nicht zu erkennen.“

Fraßen die beiden Krähen Giftköder? „Ich habe schon den Verdacht, dass sie an Gift gestorben sind“, sagt die Vereinsvorsitzende. Sie suchte die Umgebung ab, fand dabei jedoch weder verdächtige Würstchen noch sonstige Anzeichen für ausgelegtes Gift. Das müsse aber nichts heißen, glaubt die Holzkirchnerin. „Die Krähen können das Gift irgendwo gefressen haben und sind anschließend hierher geflogen.“ Nach Otterfing, wo zuletzt über 30 Giftfallen entdeckt worden waren, sind es via Luftlinie nur wenige Minuten.

Um sicher zu gehen, lässt Meder kraft ihres Amts als Vorsitzende des Tierschutzvereins die beiden Kadaver untersuchen. Die Autopsie übernimmt das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Oberschleißheim. Kosten: 150 Euro. Nächste Woche rechnet Meder mit dem Ergebnis. Hundehaltern rät sie zu erhöhter Vorsicht: „Aufmerksam sein und die Hunde am besten anleinen.“  

Video: Angst vor Giftködern

avh/Video: Glomex

Rubriklistenbild: © Pixabay

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