Polizei-Aktion im Glockenbachviertel

Leiche wird obduziert - viele offene Fragen

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Diese Waffen wurden bei dem 32-Jährigen gefunden.

München - Die Polizei hat am Mittwoch in einer Wohnung im Glockenbachviertel einen toten Mann gefunden. Die Beamten und das KVR hatten in der Wohnung eine Waffe sicherstellen wollen.

Nach Angaben eines Polizei-Sprechers war das Kreisverwaltungsreferat (KVR) zusammen mit der Polizei am Mittwochvormittag gegen 8.30 Uhr zu einer Wohnung in der Holzstraße 51 gefahren, um dort Waffen sicherzustellen. Der Besitzer der Waffen, ein 32-Jähriger, war nach tz-Informationen Mitglied im Schützenverein und ist Ende 2012 ausgetreten. Nach Informationen des Münchner Merkur war der Mann offenbar ein Waffennarr. Durch das Ende seiner Mitgliedschaft verlor der 32-Jährige aber auch die Erlaubnis, legal Waffen zu besitzen. Der Mann hatte mehrere Anschreiben des KVR einfach ignoriert, wollte seine Waffen also offenbar nicht freiwillig abgeben. Nachdem KVR-Mitarbeiter ihn trotz mehrere Besuche nie in seiner Wohnung angetroffen hatten, klopften sie am Mittwoch schließlich zusammen mit der Polizei und einem Durchsuchungsbefehl an die Tür des Mannes. Dieser weigerte sich jedoch, zu öffnen. Daraufhin wurde ein Schlüsseldienst gerufen.

Doch noch bevor dieser eintraf, vernahmen die Beamten und Mitarbeiter des KVR Zisch- und Knallgeräusche und bemerkten eine Rauchentwicklung in der Wohnung. Die Einsatzkräfte forderten sofort Verstärkung an. Ein Sondereinsatzkommando und die Feuerwehr rückten an und brachen die Tür auf. Als die Einsatzkräfte die Wohnung gegen 10 Uhr schließlich betraten, fanden sie dort den toten Mann vor. Vermutlich hat der 32-Jährige sich in den Kopf geschossen. Die genaue Todesursache wird derzeit im Institut für Rechtsmedizin untersucht.

Beim Durchsuchen der stark verrauchten Wohnung fanden die Einsatzkräfte nach tz-Informationen außerdem ungeklärte Substanzen. Anwohner berichteten außerdem über weißen Rauch im Treppenhaus. Das gesamte Haus musste deshalb vorläufig evakuiert werden. Die rund 15 Bewohner wurden in einen beheizten Großraumrettungswagen der Feuerwehr gebracht. Ein Sprengstoffkommando durchsucht derzeit die Wohnung und überprüft die Substanzen. Das Haus und die angrenzenden Straßen sind deshalb unter Umständen noch für mehrere Stunden gesperrt.

Toter im Glockenbachviertel - Bilder vom SEK-Einsatz

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