Totes Reh hängt am Polizeizaun

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Garmisch-Partenkirchen - Neun tote Rehe: Das ist die traurige Bilanz der vergangenen Monate. Sie wurden von wildernden Hunden gerissen. Doch verantwortlich sind deren Halter.

Tessy Lödermann ist fassungslos. „Allein in den vergangenen zwei Monaten wurden im Bereich der Kreuzeckbahn zwei Rehe gerissen, eine tragende und eine führende Geiß“, sagt die Vorsitzende des Tierschutzvereins des Landkreises Garmisch-Partenkirchen. Nun kommen zwei weitere hinzu: Ein getötetes Tier wurde an der Burgruine Werdenfels gefunden, eines hing direkt am Zaun der Garmisch-Partenkirchner Polizeiinspektion.

Die traurige Bilanz der vergangenen Monate sind neun Rehe, die Opfer wildernder Hunde geworden sind. Denn auch am Wank wurden bereits in der Vergangenheit mehrere tote Tiere gefunden. Bei der Polizei wurde Strafanzeige gestellt.

Verantwortlich sind die Halter der Hunde

„Verantwortlich für das Leiden sind nicht die Hunde, sondern ganz wenige Halter“, sagt Lödermann. Eine kleine Anzahl schwarzer Schafe unter den Besitzern lasse ihre Vierbeiner im Wald umherstreunen - obwohl sie über einen ausgeprägten Jagdtrieb verfügen.

Deshalb appelliert die Tierschützerin an die Halter, ihre Hunde im Wald grundsätzlich an der Leine zu führen. Denn sonst besteht Gefahr - nicht nur für das Wild, sondern auch für die Vierbeiner.

Sie könnten erschossen werden. Das Bayerische Jagdschutzgesetz erlaubt nämlich einen Abschuss, wenn ein Hund im Jagdrevier „erkennbar Wild nachstellt und dieses gefährdet“.

Lödermann fordert Bürger auf, die wildernde Hunde beobachtet haben oder solche Tiere kennen, sich unter der Nummer 0 88 21/5 59 67 zu melden.

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