Nur Rehe statt Wildsäue erwischt

Treibjagd ohne Erfolg - Jäger haben kein Schwein

+
Saugut ging für die Schweine die Treibjagd im Hofoldinger Forst aus, dafür mussten sieben Rehe dran glauben, die man zur Strecke brachte.

München - Großes Halali und kein Schwein vor der Flinte: 70 Jäger und 18 Hunde machten am Samstag im Hofoldinger Forst südlich von München Jagd auf Wildschweine. Dabei brachten sie keine einzige Sau zur Strecke, dafür aber sieben Rehe.

Schon seit Jahren rückt stets im Herbst ein Großaufgebot von Jägern in den Hofoldinger Forst aus, um den Schwarzkitteln mit einer Treibjagd auf den Leib zu rücken. Dazu werden viele Straßen rund um Brunnthal, Aying und Otterfing stundenlang gesperrt. Die Forstverwaltung will damit den Bestand von Wildschweinen, die immer mehr Richtung Berge vorrücken, klein halten, um Schäden in Wald und Flur gering zu halten.

Rund um den Hofoldinger Forst wurden für die Treibjagd mehrere Straßen gesperrt.

Dumm für die Waidmänner nur, dass Treiber und Hunde am Samstag zwar acht Wildschweine aufstöberten, doch keiner der Jäger schaffte es, eines davon zu erlegen. „Diesmal sind sie uns entwischt“, so Forstbetriebsleiter Stefan Pratsch von den Bayerischen Staatsforsten. Dafür liefen den Jägern sieben Rehe vor die Flinte, die man quasi ersatzweise zur Strecke brachte. „Wenn Hunde und Jäger schon unterwegs sind, nutzen wir die Gelegenheit hier selbstverständlich auch für die Bejagung des Rehwildes“, so Forstmann Pratsch. Auch die Rehe würden Schaden im Gelände anrichten.
Während die Wildsäue im Hofoldinger Forst nochmal Schwein hatten, erging es sieben Artgenossen in der Holledau außerordentlich schlecht: Sie liefen am Sonntag kurz nach Mitternacht auf der A93 bei Wolnzach vor einen Reisebus und wurden tödlich verletzt. Für die gut 40 Insassen verlief die Sache ohne Verletzungen, der Bus war allerdings so beschädigt, dass ein Ersatzfahrzeug organisiert werden musste, um die Ausflügler heimzubringen.

J. Welte

Auch interessant

Meistgelesen

„Park-Abzocke“? Kunde ist wütend über Strafzettel - 30 Euro obendrauf nach Einkauf
„Park-Abzocke“? Kunde ist wütend über Strafzettel - 30 Euro obendrauf nach Einkauf
„Ich dachte, die Welt geht unter“: Feuerwehr-Großeinsatz zu denkbar schlechtem Zeitpunkt
„Ich dachte, die Welt geht unter“: Feuerwehr-Großeinsatz zu denkbar schlechtem Zeitpunkt
So traurig: Der Zugang zu dieser atemberaubenden Attraktion ist seit acht Jahren gesperrt
So traurig: Der Zugang zu dieser atemberaubenden Attraktion ist seit acht Jahren gesperrt
Nach Gerüchten: Wirtin stellt klar, warum sie ihre Kult-Kneipe nicht weiterführen kann
Nach Gerüchten: Wirtin stellt klar, warum sie ihre Kult-Kneipe nicht weiterführen kann

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.