Dennoch ein voller Erfolg

Kurios: Bei Volksfest gehen die Hendl aus

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Gaudi am Steuer: die kleinen Gäste im Autoscooter. 

Da sind dem Wirt doch glatt die Hendl ausgegangen am letzten Abend. Auch wenn das manche Besucher verärgert hat: Die Bilanz des Miesbacher Volksfest konnte es nicht trüben.

Miesbach – Um 18.30 Uhr war das letzte Hendl auf dem Miesbacher Volksfest verputzt. Für den Wirt fast eine Punktlandung am letzten Festabend, für manche Besucher aber eine herbe Enttäuschung. Nur Rollbraten und Schweinshaxen habe man noch bestellen können, berichtet eine Leserin unserer Zeitung. Das aber ohne Kartoffelsalat und trotzdem zum normalen Preis.

Festwirt Anian Kurz bestätigt den Essens-Engpass am Sonntagabend. Vorhersehbar sei er aber nicht gewesen. So habe man extra wegen des Doppeljubiläums von Stadt und Feuerwehr nochmals 400 Hendl zusätzlich geholt. Der Ansturm auf die Schmankerl sei aber derart groß gewesen – das auch schon beim Tag der Betriebe am Freitag–, dass selbst der Nachschlag nicht gereicht habe.

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Auf gut Glück noch mehr Essen bestellen könne er als Wirt nicht. Was übrig bleibt, müsse eingefroren werden – und andere Gäste hätten damit kein frisches Hendl mehr auf dem Teller. „Da muss man dann eben einen Kompromiss machen“, erklärt Kurz. Die Beschwerde, dass es keine Preisreduzierungen gegeben habe, weist der Wirt aber zurück. „Wir haben die Kasse umprogrammiert“, sagt er. Es sei schade, dass sich die enttäuschte Dame nicht bei ihm im Festbüro gemeldet habe. Hier hätte man bestimmt eine Lösung gefunden.

Alles in allem ist Kurz aber hoch zufrieden mit seinem dritten Jahr als Wirt beim Miesbacher Volksfest. „Die Tendenz geht nach oben, wir bekommen nur Lob“, schwärmt er. Dass heuer mit der Primizfeier und dem Doppeljubiläum gleich zwei Großveranstaltungen im Zelt gefeiert wurden, sei ein Glücksfall und letztlich auch eine gute Werbung für das Volksfest. „Es ist schön, wenn die Vereine kommen“, sagt Kurz. Auch die friedliche Stimmung habe zur angenehmen Atmosphäre beigetragen.

Die Polizei Miesbach kommt zu einem ähnlichen Schluss. Sie berichtet von einem „relativ ruhigen“ Volksfest. Bis auf zwei Anzeigen wegen einer „wechselseitigen Körperverletzung“, drei Sachbeschädigungen und einem Streit, den die Beamten noch vor Ort schlichten konnten, sei nichts passiert. Auch der Festzug mit Ministerpräsident Markus Söder und seiner Stellvertreterin Ilse Aigner sei „ohne Vorkommnisse“ verlaufen.

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Alles andere als ruhig war es im Fuhrpark des Volksfests – dies allerdings im positiven Sinn. „Es ist sehr gut gelaufen“, resümiert Veranstalterin Sabine Kollmann. Auch das Wetter habe gepasst. Als Renner bei den Jugendlichen habe sich vor allem das turbulente Looping-Fahrgeschäft „Blackout“ erwiesen. Im Vergleich zu den Vorjahren zieht Kollmann eine ähnlich erfreuliche Besucher-Bilanz wie Festwirt Kurz: „Wir beobachten eine klar steigende Tendenz.“

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