„Das Ding des Jahres“ auf ProSieben

Schnorchel-Innovation: Joko Winterscheidt testet Erfindung aus Tutzing

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Jan von Hofacker und sein „Powerbreather“: Der Tutzinger in der TV-Sendung „Das Ding des Jahres“.

Ein Schnorchel mit einer Ventil-Technologie, die Ein-und Ausatmung trennt, könnte Jan von Hofacker und seiner Firma Ameo Sports GmbH am Dienstagabend 100 000 Euro bescheren. Der Tutzinger macht bei der ProSieben-Show „Das Ding des Jahres“ mit.

Tutzing – Wer gerne lang schnorchelt, kennt das Problem: Nach dem Abtauchen ist der Schnorchel schwierig zu reinigen, und nach einer Stunde Schnorcheln bekommt man kaum mehr Luft. Diese Schwierigkeiten hat Jan von Hofacker (55) mit seinem „Powerbreather“ gelöst. „Kernproblem von uns Menschen ist das Atmen im Wasser“, sagt er. „Jeder normale Schnorchel vermischt CO2 und O2, das ist die so genannte Pendelatmung. Es ist nicht gesund, eine Stunde damit zu schwimmen. Und das war unsere Zielsetzung, das zu durchbrechen.“ Wie der Powerbreather funktioniert, stellt er am Dienstag, 19. März, in der ProSieben-Show „Das Ding des Jahres“ vor. Die Show, die Erfinder und Startup-Unternehmen präsentiert, beginnt um 20.15 Uhr.


„Das Ding des Jahres“ auf ProSieben: Erfindung aus Tutzing von Joko Winterscheidt getestet

Der Powerbreather ist zwar ein Schnorchel, „aber ein Schnorchel 2.0“, unterstreicht von Hofacker. Er hat zwei Rohre, aber vor allem zwei Ventile. Es gibt ein Ventil, das sich nur beim Einatmen öffnet, und eines nur zum Ausatmen. Die frische Luft kommt – natürlich – von oberhalb des Wasserspiegels, die verbrauchte geht ins Wasser. Das mache das Ab- und Auftauchen leichter, weil kein Wasser in die Rohre eindringe. Das aufwendige Schnorchel-Freiblasen falle weg, sagt von Hofacker. „Man holt sich frische Luft, taucht entspannt ab und atmet dabei aus, danach kommt man wieder nach oben und atmet entspannt weiter. Wie ein Delphin.“ Vor allem aber könne man entspannt kraulen, ohne sich übers Atmen Gedanken machen zu müssen – so wird diese Disziplin für den Freizeit- und Breitensportler schlicht zum Kinderspiel. Das sei ein besonderes Erlebnis. Nur fürs Rückenschwimmen ist der Powerbreather nicht geeignet.

Praxistest: Moderator Joko Winterscheidt probierte von Hofackers Erfindung aus.

Die Idee für den Powerbreather hatte von Hofackers Bekannter Mathias Weigner. Von Hofacker ist einer der Menschen, die aus der Idee eine Geschäftsidee machten. Jetzt freut er sich, dass er sie im Fernsehen vorstellen kann – und vielleicht sogar mit 100 000 Euro heimgehen darf. „Aber ich bin nur Teil des Teams“, unterstreicht er.

Seit 2016 ist der Powerbreather auf dem Markt. Die Kosten liegen je nach Zusatzausstattung zwischen 89 und 124 Euro. Gefertigt wird er von einer deutschen Firma in China. „Es gibt keine besseren Handwerker als dort“, ist von Hofacker überzeugt.

Die Eroberung des Marktes verläuft nicht so schnell, wie sich Hofacker bei der Entwicklung des Prototyps vorgestellt hat. „Es ist ja eine Innovation, die eine Veränderung des Verhaltens verlangt“, ist ihm klar. Bei der Schwimmbrille habe es Jahrzehnte gedauert, bis sie den Breitensport erreicht hat. „1970 ist der erste Brite mit Schwimmbrille zu einem Wettkampf angetreten. Mark Spitz 1972 in München gewann alle Medaillen ohne Brille.“ Heutzutage sind alle Schwimmer mit Brille unterwegs. Deshalb ist er zuversichtlich, dass der Powerbreather seinen Weg machen wird.

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