Frieden am Starnberger-See-Ufer

Theresia Vielreicher darf Grund behalten

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164 Quadratmeter am Starnberger See: Die Gemeinde hatte das gesamte Nordbad-Gelände verpachtet. Auch das Privatgrundstück (roter Kreis)

Tutzing - Jetzt gibt es ein Happy End im Fall Theresia Vielreicher: Das Geschäft wurde annulliert, die 93-Jährige darf ihr Seegrundstück behalten.

Können Sie sich noch an Theresia Vielreicher (93) erinnern? Ja, das ist die alte Dame aus Cham, der der Bürgermeister von Tutzing ein Grundstück am Starnberger See abschwatzte. Genau 8000 Euro zahlte der Politiker für den Grund. Im vergangenen Sommer schlug der Fall bayernweit riesige Wellen – aber jetzt gibt es ein Happy End: Das Geschäft wurde nun annulliert, Theresia darf ihr Seegrundstück behalten.

Der Anwalt der Seniorin und der Bürgermeister Stephan Wanner einigten sich auf einen Kompromiss. So darf die Gemeinde Tutzing das Grundstück (das direkt in der Liegewiese des Nordbades liegt) gegen eine Jahrespacht von 2500 Euro nutzen – und Theresia bleibt Eigentümerin des Areals. Der reale Wert des Grundes wurde damals übrigens auf rund 300 000 Euro geschätzt.

Dass es nun zur Wende in dem Fall kam, ist unter anderem dem Gemeinderat von Tutzing zu verdanken. Der wollte es einfach nicht auf sich beruhen lassen, dass der Ort durch die Geschichte so ein schlechtes Image bekommen hatte. „Von Erb-Prellern“ und „Senioren-Räubern“ war in der Presse die Rede, jedem tat Theresia – die bescheidene Pfarrersköchin aus Cham – leid.

Die ist jetzt übrigens wieder richtig gut gelaunt, findet den jetzigen Handel „gerecht.“ Und die Gemeinde kann auch nicht jammern. Wo bekommt man schon einen Grund direkt am Starnberger See für 2500 Euro Jahrespacht?

age

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