tz auf Bairisch

A Gräfelfinga braut echt bayerisch Bier middn in Shanghai

+
Boarischs Bier für -China: As Brander -Urstoff vom Wendlandt Felix gibts nur beim -Chines zum kafa, na basst as Buidl mit da Shanghai-Skyline scho ganz guad… 

Kennan Sie an „Brander Urstoff“? Ned – geht a goa ned, weil – gibts a goa ned. Oiso bei uns. Aber dafia bei de Chinesn. A boarischs Bier für und aus China? Interessante Gschicht, moan ma.

Desweng hom mia uns mitm Wendlandt Felix (31) droffa. Er is Gschäftsführer von da „Shanghai Brander Urstoff Trading Co. Ltd“, de des urboarische Gebräu im Reich der Mittn herstellt und dortn a vermarkt. Und zwar streng nachm boarischn Reinheidsgebod!

Mia dreffan an Wendlandt Felix im Schillerbräu zMinga, des zwar nix mit seim Bier zum doa hod, oba a echt bierige Atmospäre biet. Außadem san soiche „Root-Pubs“ a in China imma beliebter. Da Wendlandt Felix is aufm Sprung, moang geht sei Fliaga zruck noch Shanghai. Zruck, weil „a chinesischa Firma losst se ned auf Dauer von Deitschland aus koordinian“, sogt da studiade Wirtschafdsingenieur, der in seim sportlichn Retro-Trainingsoberteil mit Firmen-Logo eigentlich so goa ned noch Bier ausschaugd: „Olle drei Wochan 13 Stundn im Fliaga, ned machbar, de Pendelei.“ Oiso war da Umzug noch Shanghai de logische Konsequenz. „Wenn ma scho in China braud…“

Da Wendlandt Felix mim tz-Redakteur, am Menner Ol

Oba, warum des eigentlich? Weils erstns „braktischa is und weil zwoatns aus Gründn von Qualität“. De Exportbiere, de monatlang noch China verschifft wean, setzts auf da langen Reise stoag zua. Durchgschüttlt und im manchmoi hoaßn Schiffsladeraum no a zwoats moi pasteurisiert, kummt de Briah hoid a ois soiche o. A Schicksal, des des Team vom Wendlandt, de Gräfelfinger „Krass Capital Group“, eanam Gerstnsaft ersparn woit. Die Markenrechte an dem uroidn Brander Urstoff (bis 1969 in da Schlossbrauerei Brand in Marktredwitz in Oberfrankn braut, Tradition bis 1684) hod se de Gruppn 2004 gsichert und hod se damid auf in den Bierwachstumsmarkt China gmacht. Freilich, bei 1,4 Milliarden Chinesn und nur ungefähr 32 Lidda Bier pro Person und Joah (da Duachschnittsbayer zuzlt ungefähr 82 Maß) is do sicha no Spielraum…

De Urstoffler ham desweng in Shanghai noch a na Brauerei gsuacht, de vor allem „exzellente Wassaqualität“ hod (wird regelmäßig zWeihenstephan übaprüft!) und bei der ma se dogweis zum Fremdbraun eimietn ko. So is oiso da Urstoff ausm Fichtlgebirge noch China ausgwandert. Und desweng koordiniad und vermarkt da junge Bayer de Brauerei und as Bier mittlaweile über 20 chinesische Ogstäide. Soiche Branchengiganten wia Heineken, InBev oder des chinesische Tsingtao juckan unsare Bayern beim China-Monopoly oba ned amoi. Tsingtao, de Nummer zwoa in China, broduziert a bisserl mehra ois 54 Millionen Hektolidda Stoff im Joah. Unsa Urstoff-Truppn kummt momentan auf Dausnd. Ohne Millionen. Dausnd Hektolidda Bier.

De Urstoff-­Truppn hod a Gaudi am Standl in ­China

Da Ex-Starnberga lebt seit zwoa Joah in a na chinesischn Siedlung in da Freihandlsmetropole. Weil as authentisch mog, während de andan übrign ungefähr 10 000 Deitschn in Shanghai meistns unta sich bleim. „Meine Nachbarn san Chinesn, i kauf im chinesischn Subbamarkt ei“, sogt da Wendlandt Felix. „I ko mi midm Taxifahra untahoidn, weil i seit am Zeidl de Sprach lern“. Und wia is er so, da Shanghai-Chines? „Ganz modern, ganz nach Westn orientiert“. Oba a ganz qualitätsbewusst. Kundenvertrauen spuid a große Rolle. „Und a ziemlich offn sans, de woin vui ausprowiern…“

Koa Wunda oiso, dass bei dera junga Urstoff-Zielgruppn a eher ausgfoine Gschmackkombinationen wia „Erdbeerbier“ a Chance ham. Danebn wirds boid a a Brander-„DElight“ gebn, – a „drosselte“ Lager-Version mit 4,8 Brozent, damid in de Shanghaier Karaoke-Boatzn ned so schnell foische Töne blead wean… Weil ähnlich wia da Japaner vadrogt da Chines enzymbedingt, song ma moi, ned soooo vui. „Trotzdem ganz lustig“, schmunzlt da Wendlandt Felix, wenn bei de interna Betriebsfeiern für de chinesischn Kollegen „noch drei Flaschn (0,33 Lidda!) da Abend glaufa ist…“! Drauf a Ganbei!

Da Menner Oliver

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Döner darf nicht mehr Döner heißen: Reinheitsgebot verärgert Kebab-Verkäufer - „Schikane“
Döner darf nicht mehr Döner heißen: Reinheitsgebot verärgert Kebab-Verkäufer - „Schikane“
Flughafen München: Pläne für Expresszug gescheitert - Politiker machen Unmut Luft
Flughafen München: Pläne für Expresszug gescheitert - Politiker machen Unmut Luft
Zwei Jahre nach tragischem Flugzeugabsturz: Tod des Thermenkönigs rekonstruiert
Zwei Jahre nach tragischem Flugzeugabsturz: Tod des Thermenkönigs rekonstruiert
Illegales Autorennen am Walchensee: 18-jähriger Fahrer rammt Audi kurz vor dem Tunnel
Illegales Autorennen am Walchensee: 18-jähriger Fahrer rammt Audi kurz vor dem Tunnel

Kommentare